Man of the Match: Sebastian Rudy
Wenn der Name Sebastian Rudy in der Startaufstellung des VfB Stuttgart auftaucht, dann hat das meistens auch ein wenig Überraschungs-Wert. Denn trotz aller Klasse, die er bereits bewiesen hat, scheint er bei vielen nicht absolut erste Wahl zu sein. In denn auch? In einem top besetzten Mittelfeld hat ein junger, aufstrebender Profi erst einmal kaum Chancen. Aber dieser 19-Jährige hat die Schwächephasen der Konkurrenten genutzt.
Schnell, schneller, Rudy
Denn vor allem im Antritt war der junge Mittelfeldspieler für seine Gegenspieler kaum zu knacken. Immer wieder zog er mit oder ohne Ball am Fuß an und ließ damit die Konkurrenten alt aussehen. Das gelang ihm ohne das Leder beim 1:0, das gelang ihm mit dem Spielgerät am Fuß vor dem 2:0. Immer wieder wirkte er unglaublich abgeklärt und sicher im Spielaufbau. Zudem gefiel er mit seiner Ballsicherheit und nicht zuletzt war auch seine Mannschaftsführung sehr ordentlich. Denn immer wieder peitschte er seine Kollegen mit an. Immer wieder tröstete er aber auch, wenn mal etwas schief lief. Wohl gemerkt: Der Jungen ist 19 Jahre alt und hat in einer Phase der Saison Verantwortung übernommen, in der es viele andere Führungsspieler nicht schafften. Es ging um die Champions League, um viel Geld – um den Trainerjob von Markus Babbel. Aber Rudy blieb ganz cool.
Noch ein weiter Weg
Aber eine Schwalbe macht ja bekanntlich noch keinen Frühling und so will sich Sebastian Rudy auch weiterhin in seiner Mannschaft festspielen. Wenn Thomas Hitzlsperger und Co. weiter patzen, wird Rudy eben da sein und alles geben. Wie an jenem Abend von Glasgow, als er dann nach 90 Minuten ausgewechselt wurde und sich den Applaus der Fans abholte. Lorbeeren hat er. Ausruhen wird er sich darauf nicht. Denn wie wusste er schon vor der Saison: „Konkurrenz ist wichtig im Fußball.“ Er will sich gegen sie durchsetzen und Vertrauen gewinnen. Erst das vom Trainer, dann das der Fans. Wie man es schafft, weiß er ja offenbar. Denn Magnin traut ihm unlängst alles in der laufenden Saison zu.
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