Spielbericht Champions League: Glasgow Rangers – VfB Stuttgart

Der VfB Stuttgart feierte nach einer beeindruckenden Vorstellung einen hochverdienten 2:0-Erfolg bei den Glasgow Rangers. Die Schwaben diktierten das Geschehen von Beginn weg nach Belieben. Neben Aliaksandr Hleb überzeugte dabei ein Youngster mit einem Treffer und einem Assist.

Rangers  Kenny Miller behauptet sich hier Ricardo Osorio (Getty Images)
(jr) Glasgow. Der VfB Stuttgart feierte am fünften Spieltag der Champions League-Vorrunde bei den Glasgow Rangers einen hochverdienten 2:0-Auswärtserfolg.

PERSONAL & TAKTIK

Bei den Rangers wurde diesmal Kris Boyd als Solospitze von Walter Smith auserkoren. In Szene gesetzt werden sollte der 26-Jährige von den Außen Whittaker und Papac. Im zentralem Mittelfeld durften Thomson und Davis ran.

Markus Babbel bot Niedermeier für Tasci in der Innenverteidigung auf. Die Doppel-Sechs wurde von Träsch und Kuzmanovic gebildet. Youngster Rudi sowie Cacau und Hleb agierten in der offensiven Dreier-Mittelfeldreihe hinter Stoßstürmer Pogrebnyak.

SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE


Die Schwaben legten vor 30.000 Zuschauern im Ibrox-Park mächtig los und setzten die Gastgeber von Beginn weg stark unter Druck. Bereits in Minute sieben zwang Cacau McGregor im Glasgow-Tor zu einer Glanzparade. Nach einer Viertelstunde war der Schlussmann des schottischen Meister aber geschlagen. Nach einer Hleb-Hereingabe leitet Pogrebnyak den Ball ungewollt auf Rudy weiter. Dieser hatte aus sechs Metern kein Problem das Spielgerät rechts unten einzuschieben. Bereits zwei Minuten trifft der VfB durch einen Kuzmanovic-Freistoß erneut in des Gegners Netz. Doch Schiedsrichter Rosetti verweigert dem Treffer die Anerkennung, da Delpierre McGregor die Sicht verdeckte. In der Folgezeit des ersten Durchgangs wurden die Rangers etwas stärker, vermochten es aber nur ganz selten den VfB ernsthaft in Gefahr zu bringen. Die gefährlichste Chance vergab dabei Boyd, der nach einem Stuttgarter Abwehrfehler unbedrängt aus sechs Metern über den Balken köpfte.

SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE

Auch im zweiten Abschnitt standen die Schwaben sehr hoch und ließen die Hausherren nicht zur Entfaltung kommen. Im Gegenteil: Nach einem schön vorgetragenen Konter in Minute 59 flankte Rudy punktgenau auf den Kopf von Kuzmanovic. Der Serbe nickte das Leder aus sechs Metern völlig unbedrängt zum 2:0 ein. Nur zwei Minuten darauf war es wieder Rudy der assistierte. Diesmal für Cacau, der mit einem 18-Meter-Kracher an McGregor scheiterte. Im Nachschuss traf der allein gelassene Pogrebnyak nur den schottischen Keeper. Zwölf Minuten vor Ende drosch Pogrebnyak das Leder nach herrlicher Hleb-Vorarbeit aus der Drehung an die Stange. Von den Gastgebrn indes war offensiv gar nichts mehr zu vernehmen. Und so blieb es beim hochverdienten 2:0-Sieg des VfB Stuttgart bei den Glasgow Rangers.

SCHLÜSSELSPIELER


Kuzmanovic, Boka, Rudy, Hleb – etliche VfB-Akteure boten an diesem Abend in Schottland eine eindrucksvolle Leistung. Eine, die vielleicht der Befreiungsschlag für die nächsten Wochen und Monate war.
Die Rangers agierten kollektiv enttäuschend. Einzig Davis und Boyd wussten einigermaßen zu überzeugen und sorgten hin und wieder für Gefahr.

SCHLÜSSELSZENE


Die entscheidende Situation spielte sich nach einer Stunde ab. Kuzmaovic war es, der einen schönen Konter mit abschließender Rudy-Flanken per Kopf in Glasgows Maschen beförderte.

SPIELER DES SPIELS: Sebastian Rudy


Viele wunderten sich über seine Startelf-Nominierung. Diese rechtfertigte der Youngster mit einer starken Vorstellung, die er mit einem Treffer und einem Assist eindrucksvoll untermauerte.

SCHIEDSRICHTER – Note: 6


Roberto Rosetti hatte die Partie größtenteils im Griff. Der Italiener agierte besonnen und handelte in den entscheidenden Situationen richtig.

Anmerkung: Die Notenskala reicht wie bei der Spielnote von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).

SPIELNOTE: 6


Vor allem der VfB zeigte von Beginn weg eine spielerische Linie und wusste zu überzeugen. Insgesamt ein durchaus ansehnliches Spiel.

Das Spiel in der Goal.com-Statistik

FAZIT


Ein ganz wichtiger und absolut verdienter 2:0-Erfolg der Stuttgarter über weite Strecken enttäuschende Schotten.

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