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Kommentar: Null Tore, null Punkte, null Selbstkritik
So geht das nun wirklich nicht mehr weiter! Wenn der Trainer höchstpersönlich den Spielern ein Alibi nach dem anderen liefert, dann muss man sich nicht wundern, wenn der Schuss komplett nach hinten losgeht. Und so war es dann auch. Der Rekordmeister liegt am Boden. Und das gewiss nicht, weil einfach nur das Glück fehlte.
Ein Kommentar von Nils RESCHKE
München. 0:2 (0:1) leuchtete es von der Anzeigentafel in der Allianz-Arena, während 66.000 Zuschauer ihren Frust freien Lauf ließen. In der Gruppe A der Champions League droht dem FC Bayern München nun das Aus, während sich Girondins Bordeaux über das Achtelfinale freut. Und was machen die Bayern? Die analysieren fehlendes Glück, drückende Überlegenheit im zweiten Abschnitt und ärgern sich über einen nicht gegebenen Elfmeter.
Hausaufgaben nicht gemacht
Es ehrt den Kapitän Mark van Bommel ja, wenn er bei der Szene vor dem 0:1 einräumt: „Da muss ich mitlaufen. Das Tor geht auf meine Kappe.“ Doch ist es damit getan? Fehler passieren im Fußball. Doch in solch einer Situation fragt man sich allen Ernstes: Was haben die Bayern eigentlich aus dem Hinspiel gelernt? Für Bordeaux war es der fünfte von fünf Treffern nach einer Standardsituation. Und der vorangegangene Freistoß war nun wirklich alles andere als gefährlich. Zudem ist Yoann Gourcuff – unser Man of the Match – nun wahrlich kein Kopfballungeheuer.
Volles Risiko, alles versucht?
Konfrontiert mit der Leistung der Münchener musste man anschließend aber Sorge um den Reporter haben, der die Frechheit besaß, das Potenzial der Bayern kritisch zu hinterfragen. Van Bommel, der „Aggressive Leader“ wollte davon nichts wissen: „Wir haben volles Risiko gespielt in der zweiten Hälfte. Da kann man uns nichts vorwerfen. Wir haben alles versucht.“ Bei allem Respekt – aber wenn so „volles Risiko“ oder gar Leidenschaft aussieht, dann sollten die Beteiligten vielleicht einmal in Hoffenheim oder Bremen vorbeischauen. Oder bei den Schalkern. Wenn tatsächlich „alles versucht wurde“, dann hat am dritten Spieltag der Königsklasse Wolfsburg gegen Besiktas und Stuttgart gegen Sevilla ein Feuerwerk des Fußballs abgeliefert.
Schweini taucht ab
Nein, Selbstkritik war noch nie wirklich die Stärke der Bayern. Der kleine, aber feine Unterschied: In der Vergangenheit haben die Münchener meist die passende Antwort nach einer schwachen Leistung gegeben. Gegen Girondins war davon nichts zu sehen. Auch nicht von vermeintlichen Schlüsselspielern. Da will ein Philipp Lahm unbedingt auf rechts spielen – und bekommt gar nichts. Da möchte ein Bastian Schweinsteiger sich endlich würdig benotet sehen – und taucht 80 Minuten ab. Wir dürfen derweil darauf warten, dass er sich an seinem – zugegeben sehenswerten – Freistoß noch stundenlang per Zeitlupe ergötzt, um anschließend keine Kritik an seiner Leistung zuzulassen.
Die Krone des Trauerspiels
Die Krone setzte dann der Chef persönlich dieser Trauervorstellung auf. „Ein 1:0 ist wichtig“, lässt Louis van Gaal tief in sein Fachwissen blicken. „Uns hat auch das Glück gefehlt. Außer beim Freistoß haben wir doch keine Chancen zugelassen.“ Das mag stimmen. Aber eben jenen Freistoß hat seine Elf zugelassen und sich dabei stümperhaft angestellt. Da kommt es nicht von ungefähr, dass sich diese Szene exakt und direkt nach dem nicht gegebenen Elfmeter abspielte. Als dachte man: Jetzt läuft das schon. Und prompt klingelte es hinten bei den satten, überheblichen, arroganten Bayern. Chancen zur Fehleranalyse gab es nach dem Hinspiel. Jetzt ist es (fast) zu spät. Auch wenn uns Mark van Bommel vorrechnet, dass die Bayern noch auf zehn Punkte kommen können. So allerdings bestimmt nicht!
Eure Meinung: Arrogant und überheblich – oder einfach nur ein rabenschwarzer Tag? Welchen Eindruck habt ihr von den Bayern im November 2009?
München. 0:2 (0:1) leuchtete es von der Anzeigentafel in der Allianz-Arena, während 66.000 Zuschauer ihren Frust freien Lauf ließen. In der Gruppe A der Champions League droht dem FC Bayern München nun das Aus, während sich Girondins Bordeaux über das Achtelfinale freut. Und was machen die Bayern? Die analysieren fehlendes Glück, drückende Überlegenheit im zweiten Abschnitt und ärgern sich über einen nicht gegebenen Elfmeter.
Hausaufgaben nicht gemacht
Es ehrt den Kapitän Mark van Bommel ja, wenn er bei der Szene vor dem 0:1 einräumt: „Da muss ich mitlaufen. Das Tor geht auf meine Kappe.“ Doch ist es damit getan? Fehler passieren im Fußball. Doch in solch einer Situation fragt man sich allen Ernstes: Was haben die Bayern eigentlich aus dem Hinspiel gelernt? Für Bordeaux war es der fünfte von fünf Treffern nach einer Standardsituation. Und der vorangegangene Freistoß war nun wirklich alles andere als gefährlich. Zudem ist Yoann Gourcuff – unser Man of the Match – nun wahrlich kein Kopfballungeheuer.
Volles Risiko, alles versucht?
Konfrontiert mit der Leistung der Münchener musste man anschließend aber Sorge um den Reporter haben, der die Frechheit besaß, das Potenzial der Bayern kritisch zu hinterfragen. Van Bommel, der „Aggressive Leader“ wollte davon nichts wissen: „Wir haben volles Risiko gespielt in der zweiten Hälfte. Da kann man uns nichts vorwerfen. Wir haben alles versucht.“ Bei allem Respekt – aber wenn so „volles Risiko“ oder gar Leidenschaft aussieht, dann sollten die Beteiligten vielleicht einmal in Hoffenheim oder Bremen vorbeischauen. Oder bei den Schalkern. Wenn tatsächlich „alles versucht wurde“, dann hat am dritten Spieltag der Königsklasse Wolfsburg gegen Besiktas und Stuttgart gegen Sevilla ein Feuerwerk des Fußballs abgeliefert.
Schweini taucht ab
Nein, Selbstkritik war noch nie wirklich die Stärke der Bayern. Der kleine, aber feine Unterschied: In der Vergangenheit haben die Münchener meist die passende Antwort nach einer schwachen Leistung gegeben. Gegen Girondins war davon nichts zu sehen. Auch nicht von vermeintlichen Schlüsselspielern. Da will ein Philipp Lahm unbedingt auf rechts spielen – und bekommt gar nichts. Da möchte ein Bastian Schweinsteiger sich endlich würdig benotet sehen – und taucht 80 Minuten ab. Wir dürfen derweil darauf warten, dass er sich an seinem – zugegeben sehenswerten – Freistoß noch stundenlang per Zeitlupe ergötzt, um anschließend keine Kritik an seiner Leistung zuzulassen.
Die Krone des Trauerspiels
Die Krone setzte dann der Chef persönlich dieser Trauervorstellung auf. „Ein 1:0 ist wichtig“, lässt Louis van Gaal tief in sein Fachwissen blicken. „Uns hat auch das Glück gefehlt. Außer beim Freistoß haben wir doch keine Chancen zugelassen.“ Das mag stimmen. Aber eben jenen Freistoß hat seine Elf zugelassen und sich dabei stümperhaft angestellt. Da kommt es nicht von ungefähr, dass sich diese Szene exakt und direkt nach dem nicht gegebenen Elfmeter abspielte. Als dachte man: Jetzt läuft das schon. Und prompt klingelte es hinten bei den satten, überheblichen, arroganten Bayern. Chancen zur Fehleranalyse gab es nach dem Hinspiel. Jetzt ist es (fast) zu spät. Auch wenn uns Mark van Bommel vorrechnet, dass die Bayern noch auf zehn Punkte kommen können. So allerdings bestimmt nicht!
Eure Meinung: Arrogant und überheblich – oder einfach nur ein rabenschwarzer Tag? Welchen Eindruck habt ihr von den Bayern im November 2009?
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