Spielbericht Champions League: Maccabi Haifa – Juventus Turin

Ein Déjà-Vu der besonderen Art gab es für die Israelis: Wie vor zwei Wochen im Hinspiel in Italien hatte Maccabi einige Möglichkeiten, doch am Ende siegte Juventus mit 1:0 und hat große Chancen, als Zweiter hinter Bordeaux das Achtelfinale zu erreichen.

Felipe Melo - Maccabi-Juventus - Champions League (Getty Images)
Von Daniel BUSE

Haifa. Maccabi Haifa bleibt in der Champions League weiterhin die Mannschaft mit der schwächsten Bilanz. Auch im vierten Gruppenspiel gegen Juventus Turin gelang Maccabi kein Tor und auch kein Punkt. Juve siegte mit 1:0 (1:0).

PERSONAL & TAKTIK

Maccabi-Trainer Elisha Levi setzte im Sturm nicht wie zuvor auf Mohammad Ghadir, sondern brachte Shlomi Arbeitman von Anfang an in seinem 4-4-2

Im 4-2-3-1 von Juventus spielte im Mittelfeld Tiago neben Diego und Mauro Camoranesi. Mit Fabio Cannavaro und David Trezeguet mussten zwei bekannte Namen zunächst auf die Juve-Bank. Im Sturm spielte als einzige Spitze Amauri.

SPIELVERLAUF: 1. HÄLFTE

Juventus dominierte die Anfangsphase der Begegnung. Von Beginn an machten die Italiener klar, dass sie früh alles klar machen wollten. Diego war in der ersten Halbzeit an allen gefährlichen Aktionen der Gäste beteiligt. Zuerst prüfte er mit seinem Schuss Maccabi-Torwart Davidovich (6.) und schickte danach einen Freistoß aus 24 Metern direkt auf den Haifa-Kasten (10.).

Das Tor für Juventus blieb trotz der Überlegenheit aus. Und auf der anderen Seite kam Maccabi in der 28. Minute zu einer Riesenmöglichkeit: Nach einem Eckball köpfte Dekel Keinan für Haifa und den Nachschuss von Vladimir Dvalishvili boxte Juve-Keeper Gianluigi Buffon mit einem Reflex kurz vor der Linie weg.

Dann kamen wieder die Gäste: Diego bediente Amauri, doch auch der scheiterte an Davidovich. Der israelische Torwart musste sich erst in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs geschlagen geben: Einen tollen langen Pass von Diego nahm Martin Caceres auf rechts an und dessen Hereingabe nach innen verwertete Mauro Camoranesi direkt mit einem abgefälschten Schuss zum 0:1 (45.+1).

SPIELVERLAUF: 2. HÄLFTE

Nach der Pause setzte Maccabi-Trainer Elisha Levi alles auf eine Karte und brachte mit Ghadir für Mittelfeldspieler Jhon Jairo Culma einen zusätzlichen Stürmer. Juventus machte nicht mehr als nötig und konnte die Führung relativ gefahrlos verteidigen.

Zwei Mal wurde es allerdings noch knapp für die Gäste: In der 76. Minute köpfte Shlomo Arbeitman neben das Turiner Tor und kurz darauf verpasste er am langen Pfosten einen Flanke (80.). Juve beschränkte sich auf die Defensive und kam nur noch ganz selten nach vorne. Die Italiener brachten den kostbaren Vorsprung kontrolliert über die Zeit und können in Bordeaux den Achtelfinal-Einzug perfekt machen.

SCHLÜSSELSPIELER & -SZENEN

Natürlich das Tor des Tages: Eine schöne Kombination über Diego und Martin Caceres brachte den Ball zu Mauro Camoranesi, der ohne zu zögern die Kugel versenkte (45.+1).

SPIELER DES SPIELS: DIEGO

In der ersten Halbzeit machte Juventus den Unterschied – und Diego war daran entscheidend beteiligt. Vier Chancen gab es für die Turiner vor der Pause und vier Mal hatte Diego seine Füße im Spiel. Auch das 1:0 leitete er mit einem tollen Pass auf Martin Caceres ein

SCHIEDSRICHTER: Terje Hauge (Norwegen)

Das Spiel in der Goal.com-Statistik

SPIELNOTE: 6

Eine gute Juve-Leistung vor der Pause und eine engagierte Vorstellung von Maccabi sorgten für eine keineswegs überragende, aber unterhaltsame Begegnung.

Anmerkung: Die Notenskala reicht von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).

FAZIT

Es war wie im Hinspiel: Maccabi versucht alles, aber es fehlt manchmal an der Klasse und manchmal am Glück. Juventus beherrschte das Spiel, bis das 1:0 gefallen war. Danach kontrollierten die Gäste die Partie nur noch.

Eure Meinung: Was sagt Ihr zum Spiel zwischen Maccabi Haifa und Juventus Turin?


 
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