Spielbericht Champions League: Olympique Marseille – FC Zürich

Ein Torfestival bekamen die Fans im Stade Velodrome zu sehen, wo Olympique Marseille den FC Zürich nach allen Regeln der Kunst auseinandernahm.

Ligue 1 : Brandao (Olympique de Marseille)
Von Ramon RAM

Marseille. Olympique Marseille hat die Pflicht erfüllt und gegen den FC Zürich sechs Punkte eingefahren. Im heimischen Velodrome gab es einen 6:1-Kantersieg über den Schweizer Meister.

PERSONAL & TAKTIK

Didier Dechamps formierte seine Elf in einem sehr offensiven 4-3-3, wobei Brandao den Stoßstürmer miemte und von Niang sowie Kone flankiert wurde. Dahinter sollten Abriel und Cheyrou für die entscheidenden Impulse sorgen. Einziger Defensiv-Akteur im Mittelfeld war Mbia, der als Sechser aufgeboten wurde.

Ganz anders zeigte sich die Taktik beim FC Zürich. Alphonse war im Sturmzentrum auf sich alleine gestellt, alle anderen Spieler waren vornehmlich für die Defensive zuständig. Selbst Margairaz, auf dem Papier hängende Spitze, sollte mehr die Kreise der Olympique-Spieler einengen als selbst ds Heil in der Offensive suchen.

SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE

Das Stade Velodrome erlebte einen Blitzstart der Hausherren, bereits nach fünf Minuten gingen die Franzosen in Führung: Abriel zirkelte einen Freistoß zur Mitte, den Aegerter unglücklich per Hinterkopf ins eigene Tor abfälschte. Zürich konnte sich von dem Schock nur langsam erholen und kassierte nur wenige Minuten später das zweite Tor.

Wieder ist es Abriel, der einen Freistoß aufs Tor zirkelte, keiner kommt heran und der Ball schlug zum 2:0 im Kasten ein (12.). Heftige Proteste der Schweizer folgten, da drei Marseille-Spieler im Abseits standen und Keeper Leoni behinderten. Marseille ruhte sich auf dem Vorsprung aus, was sich als Fehler herausstellen sollte. Alphonse gelang mit einem satten Schuss (32.) der Anschlusstreffer noch vor der Pause. Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Brandao noch das 3:1 am Fuß, doch der Brasilianer traf aus Abseits-Position (45.).

SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE

Auch im zweiten Spielabschnitt erwischen die Franzosen wieder einen Blitzstart. Kone mit mustergültiger Vorarbeit auf Niang, der den Goalie überhebte und wunderbar zum 3:1 traf (52.). In der Folge tat Marseille wenig und sparte sich die Kräfte für eine furiose Schlussphase auf.

In der 80. Minute setzte Marseille dann endgültig den Deckel drauf. Hilton kam nach einer Ecke zum Schuss und verwandelte trocken per Volley. Kurz vor dem Ende erzielten auch noch Cheyrou einen sehenswerten Treffer aus der Distanz (90.) sowie Brandao (90. +2.). Durch die drei Punkte steht Marseille fast sicher in der Europa League und hat noch gute Chancen die K.o-Phase.

SPIELER DES SPIELS: Fabrice Abriel

Der Franzose mit dem Zauberfuß: Zwei Freistoß-Flanken führten zu Toren, das erste gelang via Aegerter-Hinterkopf in den Kasten, das zweite ohne Umwege. Ein Tor, ein Assist reichen für den Man of the Match, da er auch ansonsten eine tolle Vorstellung zeigte.

SCHIEDSRICHTER: Craig Thomsen

SPIELNOTE – 7

Die Hausherren machten das Spiel ansehnlich, da sie viel für die Offensive taten und gewillt waren, den Fans etws zu bieten.

FAZIT

Olympique Marseille hat die zwei Pflichtsiege gegen den FC Zürich eingefahren und darf damit weiter vom Achtelfinale träumen. Das Rücksspiel war dann auch noch eine Gala. Alles richtig gemacht...

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