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Spielbericht Champions League: VfB Stuttgart – Glasgow Rangers
Enttäuschung pur in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena in den Gesichtern der VfB-Akteure nach dem 1:1 gegen die Glasgow Rangers. Die Passivität auf Seiten der Hausherren im zweiten Abschnitt war schließlich zu groß.
Von Johannes RUPPRECHTER
Stuttgart. Der VfB Stuttgart kam zum Champions League-Auftakt gegen die Glasgow Rangers vor heimischer Kulisse nur zu einem 1:1-Remis.
PERSONAL & TAKTIK
Markus Babbel konnte bei seinem Champions League-Debüt als Trainer auf den zuletzt angeschlagenen Weißrussen Aliaksandr Hleb zurückgreifen. Aus dem rechten Mittelfeld sollte Hilbert die beiden Angreifer Cacau und Pobrebnyak den im 4-4-2 mit Doppelsechs (Hitzlsperger, Khedira) agierenden VfB flankieren.
Gäste-Trainer Walter Smith wählte eine defensiv ausgerichtete Formation. Vorne sollten der ehemalige französische Nationalspieler Rothen und Naismith den einzigen Stürmer des schottischen Meisters, Kenny Miller, unterstützen. Top-Torjäger Chris Boyd, in den letzten drei Jahren Torschützenkönig in Schottland, musste auf der Bank schmoren.
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SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Die Schwaben begannen wie aus der Pistole geschossen und drückten die Rangers von der ersten Minute an arg in die Defensive. Vor allem der zuletzt schwache Cacau wirbelte die Abwehr der Schotten ein um das andere Mal durcheinander. Der DFB-Nationalspieler mit brasilianischen Wurzeln war es dann auch, der Pogrebnyak in Minute 18 nach einem Fehler von Papac ideal bediente. Der Russe versenkte Cacaus Pass in den Rücken der Abwehr ohne Probleme zur 1:0-Führung. Und auch im Anschluss war das in der Bundesliga zuletzt schwache Babbel-Team spielbestimmend. Der schottische Meister zeigte in der Defensvie teils arge Nachlässigkeiten und war offensiv quasi gar nicht vorhanden. Der VfB indes versäumte es, das 2:0 nachzulegen. Nach Torschüssen lautete die eindrucksvolle Bilanz 11:1 für die Gastgeber.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Im zweiten Durchgang ereignete sich zunächst wenig zwingendes. Der VfB agierte mitunter zu passiv, die Schotten nahmen nun auch am Offensiv-Spiel teil und zeigten zumindest den Versuch Druck auf die Gastgeber auszuüben. Und so gelang es dem Smith-Team auch des Öfteren die Verteidigung der Hausherren in Bedrängnis zu bringen. Die letzte Durchschlagskraft ließen die Rangers aber weitestgehend vermissen. Bis in Minute 77. Bis, ja bis Verteidiger Bougherra für einmal mitaufrückte, mit Rothen auf rechts einen Doppelpass spielte und mit seinem satten Abschluss aus 14 Metern ins kurze Eck Oldie Lehmann nur mehr das Nachsehen ließ. Der VfB wusste keine durchschlagende Antwort und blieb in den zweiten 45 Minuten weiter ohne hochwertige Torchance. Drei Minuten vor Ende drohte sogar die Niederlage. Davies fasste sich aus 18 Metern ein Herz, traf zum Glück für Lehmann & Co. aber nur den Pfosten. Somit blieb es bei dem für den VfB enttäuschenden 1:1-Remis.
SCHLÜSSELSPIELER
Auf Seiten der Schwaben zeigte sich Cacau, vor allem in den ersten 45 Minuten, sehr stark und belebte das Spiel der Heimmannschaft immens.
Bei den Gästen ragte kein Akteur so richtig heraus. Letztlich sicherte der Algerier Bougherra, den an sich zu passiven Rangers, einen Zähler.
SCHLÜSSELSZENE
Dies war mit Sicherheit der 1:1-Ausgleich durch Bougherra in Minute 77. Der Verteidiger bestrafte die in der zweiten Halbzeit immer mehr zunehmende Passivität der Schwaben eiskalt mit seinem satten 14-Meter-Kracher.
SPIELER DES SPIELS: Cacau
Deutliche Formsteigerung des Brasilianers gegenüber den letzten Wochen. Endlich zeigte der DFB-Nationalspieler wieder die Leichtigkeit des Spiels, was in ihm Frühjahr auszeichnete. Auch den Treffer von Pobrebnyak bereitete er ideal vor.
SCHIEDSRICHTER – Note: 5
Anmerkung: Die Notenskala reicht wie bei der Spielnote von 1 (Arbeitsverweigerung) bis 10 (Weltklasse).
Massimo Busacca ließ den Akteuren auf dem Platz zu viel durchgehen. Etliche, teils herbe Fouls, wurden vom Schweizer nicht entsprechend geahndet.
SPIELNOTE: 6
Der VfB war es, der der Partie im ersten Abschnitt seinen Stempel aufdrückte und druckvoll agierte. In den zweiten 45 Minuten verflachte die Partie mehr und mehr. Das Babbel-Team bestrafte sich durch seine zunehmende Passivität selbst und machte die Rangers somit unnötig stark.
Das Spiel in der Goal.com-Statistik
FAZIT
Der VfB verschenkte die zwei Zähler durch sein mit Fortdauer der Partie immer passiver werdenderes Auftreten. Die Schotten holten mit minimalem Ertrag ein für sie absolut zufriedenstellendes Ergebnis.
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