Wolfsburg siegt dank der „drei da vorne“

Experiment gelungen: Erstmals begann der deutsche Meister gegen ZSKA Moskau gestern Abend mit drei Stürmern und es zahlte sich aus. Während Dzeko und Martins viel arbeiteten, schlug Grafité eiskalt zu.

Armin Veh - Hamburger SV
(fb) Wolfsburg. Als Grafité gestern Abend in der Volkswagen-Arena kurz vor Schluss ausgewechselt wurde, bekam er seinen verdienten Applaus. Die Fans des VfL Wolfsburg feierten ihren Torjäger mit stehenden Ovationen. Kein Wunder, in den 89 Minuten zuvor hatte der Brasilianer seine Mannschaft mit drei Treffern fast im Alleingang zum ersten Champions-League-Sieg der Vereinsgeschichte geschossen. „Nicht nur ich, sondern die ganze Mannschaft hat heute großartig gespielt. Unser Ziel ist es, die Gruppenphase zu überstehen, und das war heute ein wichtiger erster Schritt“, gab sich der 30-jährige bescheiden und blickte auch gleich in die Zukunft.

Veh mit Sturmtrio zufrieden


Gegen ZSKA Moskau wagte Trainer Armin Veh erstmals das Experiment, von Beginn an mit drei Spitzen aufzulaufen. Edin Dzeko, Grafité und Obafemi Martins bildeten die Offensive der Wölfe. Das Rezept klappte ganz gut, auch wenn es noch reichlich Luft nach oben gab. Das sah auch der Wolfsburger Coach so: „Es ging heute nicht darum, für die Galerie zu spielen, sondern darum, zu gewinnen und das ist uns gelungen. Die drei da vorne haben ihre Aufgaben gut gelöst und auch defensiv ihre Rollen gut ausgefüllt.“

Dzeko belohnt sich für seinen Kampf


„Die drei da vorne“ rochierten viel, wobei  Martins meist die rechte Außenbahn beackerte. Der 9-Millionen-Neuzugang rackerte unermüdlich, doch seine Aktionen wirkten oft unglücklich. Immerhin schlug er aber die Flanke, die zum Elfmeter vor dem zweiten Treffer führte. Ähnliches gilt auch für Edin Dzeko, der für seinen Einsatz in der Schlussphase belohnt wurde, als er vorbildlich nachsetzte und den Ball eroberte. Schäfer passte direkt auf Grafité und es stand 3:1. „Das hier ist die Champions League. Da muss man 90 Minuten lang in jedem Zweikampf alles geben und irgendwann zahlt es sich auch aus“, meinte Dzeko später.

Ramos lobt Grafité


Moskaus Trainer Juande Ramos hatte gesehen, dass seine Mannschaft sich in der Defensive ein paar Patzer leistete, und dadurch die Partie schlussendlich verlor: „Es war ein typisches Champions-League-Spiel auf höchstem Niveau. Wir haben anfangs nicht schlecht gespielt und die Partie kontrolliert. Wenn wir dann drei individuelle Fehler machen, dann werden wir dafür bestraft. Solche Fehler dürfen uns in der Champions League nicht unterlaufen. Grafite hat dann alle Möglichkeiten und Chancen im Stile eines Torjägers genutzt. Das war Weltklasse.“


 
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