|
|
Spielbericht Champions League-Qualifikation: VfB Stuttgart – FC Timisoara
Markus Babbel ist mit 36 Jahren Trainer in der Champions League. Mit einem enttäuschenden aber ausreichenden 0:0 gegen den FC Timisoara zieht der VfB Stuttgart zum dritten Mal in die Champions League. Nun muss die Mannschaft in der Gruppenphase ran, weil das Hinspiel der Play-Offs mit 2:0 gewonnen wurde. Dennoch: Bis zur Königsklasse muss noch einiges besser werden. Auch wenn die Mannschaft von Babbel taktisch sehr stark eingestellt war. Einen Zweifel am Weiterkommen gab es im Rückspiel nie.
Von Dennis WEINACHT
Stuttgart. Chancenlos war der FC Timisoara gegen den VfB Stuttgart am Ende auf jeden Fall. Die Schwaben haben es im Rückspiel lediglich verpasst, ein Tor zu machen. Ansonsten war das eine absolut klare Angelegenheit. Markus Babbel und seine Jungs freuen sich auf die Champions League!
PERSONAL & TAKTIK
Dabei musste der Trainer seine Mannschaft auf vier Positionen verändern, weil unter anderem Aliaksandr Hleb immer noch verletzungsbedingt passen musste. Für ihn durfte sich der junge Timo Gebhart zeigen. Zudem erhielt Pavel Pogrebnyak den Vorzug vor Julian Schieber. Anstelle von Cacau stürmte Cipiran Marica. Außerdem spielte Serdar Tasci für Georg Niedermeier. Insgesamt war die Mannschaft also stark verjüngt, die Mannen aus der zweiten Reihe sollten Möglichkeiten erhalten, sich zu zeigen.
SPIELVERLAUF: 1. HÄLFTE
Im ersten Durchgang war der ganz große „Königsklassen“-Fußball noch nicht zu sehen. Der VfB Stuttgart wirkte spielerisch und taktisch überlegen, feuerte aber kein Fest in der Offensive ab. Häufig wurde es gefährlich, wenn sich der agile Timo Gebhart im Angriff einschaltete. Ansonsten spielte die Mannschaft ordentlich bis zum Strafraum, kam aber dennoch nicht zu den ganz großen Tormöglichkeiten. In der Defensive wurden die Gastgeber kaum gefordert, der FC Timisoara konnte kaum etwas nach vorne tun. Für Jens Lehmann war es eine mehr als ereignisarme Begegnung in den ersten 45 Minuten.
Den VfB Stuttgart aber sollte das nicht weiter stören. Die Schwaben wussten, dass auch ein torloses Remis schon zum Einzug in die Gruppenphase reichen würde. Anders sah es bei den Gästen aus. Schon nach dem ersten Durchgang dürften die minimalen Hoffnungen auf eine überraschende Wende kaum noch vorhanden gewesen sein. Aber noch war immer ein Viertel der Play-Offs zu gehen. Noch bestand eine theoretische Chance auf eine Sensation.
SPIELVERLAUF: 2. HÄLFTE
Zu Beginn der zweiten Hälfte machte der VfB Stuttgart dann noch mehr Druck. So scheiterte etwa Rudy nach einem Eckball am Pfosten (58.), so verfehlten weitere Stuttgarter aus der zweiten Reihe oft nur knapp. Die Gäste kamen nun überhaupt nicht mehr zu ihrem Spiel und wurden von den Schwaben nahezu überrannt. Bereits nach einer Viertelstunde war das Torschussverhältnis im zweiten Durchgang auf 9:0 bemessen. Das sagte ebenso viel aus, wie die Gesichter der VfB-Spieler: Diese rannten nun mehr und mehr an, vergaben aber auch immer wieder sehr gute Chancen. Richtig weh tat dies aber aufgrund des Hinspiels keinem.
Der VfB blieb auch in den letzten Minuten dieses Duells überlegen, agierte sehr überlegt im Spiel nach vorne und wusste so zu gefallen. Allerdings war der FC Timisoara auch erschreckend schwach und spielerisch absolut harmlos. In dieser Form wäre ein Einzug in die Gruppenphase für die Gäste auch nicht verdient gewesen. Das war einfach nicht ausreichend, das war ideenlos und vor allem ohne jegliches Aufbäumen.
SCHLÜSSELSPIELER
Die Schlüsselspieler der Begegnung waren Sami Khedira, Sebastian Rudy und Timo Gebhart. Das junge Trio sorgte immer mal wieder für Gefahr und konnte sich häufig an den Offensivaktionen beteiligen. Oft fehlte etwas die Unterstützung der Angreifer, die nicht immer präsent waren. Pavel Pogrebnyak und er enttäuschende Marica waren nicht oft anspielbar, was die Arbeit der Schlüsselspieler nicht gerade erleichterte.
SCHLÜSSELSZENE
Als Rudy nach 58 Minuten nur den Pfosten traf, war die beste Möglichkeit des VfB Stuttgart vergeben. Ansonsten war es nicht allzu oft so eng und hätte er den Ball verwandelt, wäre wohl auch der Sieg der Schwaben perfekt gewesen. Ansonsten gab es noch einige halbwegs gute Szenen des Gäste-Keepers Costel Pantilimon, der bei Flanken gut wirkte und somit gefährliche Aktionen des VfB zu unterbinden wusste.
SPIELER DES SPIELS: Timo Gebhart
Er machte eine sehr starke Partie und war als einziger in der Offenisve immer präsent. Zudem hatte er zwei richtig gute Tormöglichkeiten und empfiehl sich damit auch für die Zukunft im Team von Markus Babbel. Er hat viel Talent und konnte das auch in diesem Spiel wieder mehr als nur andeuten. Weiter so!
SCHIEDSRICHTER – Note: 7.5
Anmerkung: Goal.com bewertet in einem Punktesystem. Es gibt demnach in allen Kategorien einen Punkt (grottenschlecht) bis zehn Punkte (weltklasse) zu erreichen.
Rosetti aus Italien machte keine größeren Fehler, hatte aber auch nicht allzu viele strittige Situationen zu bewerten. Insgesamt war es eine ruhige Begegnung, die dem Schiedsrichter nicht viel abverlangen musste. Er hat in seiner großen Karriere schon schwerere Aufgaben meistern müssen.
SPIELNOTE: 4,5
In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel etwas besser, aber insgesamt war das wahrlich nicht das Gelbe vom Ei. Kaum Torraumszenen. Der VfB musste nicht, der FC Timisoara konnte nicht. Das spiegelte sich auch im Spielverlauf wieder. Nicht der absolute Höhepunkt der bisherigen internationalen Saison.
STATISTIK
Anstoß: Mittwoch, den 26. August
um 20.45 Uhr
Stadion: Mercedes-Benz-Arena
Zuschauer: 30.000
Zuschauer
Tore: Fehlanzeige
FAZIT
Für den VfB Stuttgart ist das ein absolut zufriedenstellendes Ergebnis, das für die Gruppenphase in der Champions League berechtigt. Die Gäste hingegen hatten kaum noch etwas entgegen zu setzen nach der Niederlage aus dem Hinspiel.
Eure Meinung: Wie bewertet Ihr dieses Duell?
-
Teenager-Tränen: Als Cristiano Ronaldo bei der Heim-EM 2004 nur Zweiter wurde
EXKLUSIV - Goal.com veröffentlicht exklusive Inhalte aus Luca Caiolis Buch „Ronaldo: Leidenschaft zur Perfektion“. Heute dreht sich alles um das Finale der EM 2004.
-
EXKLUSIV - Higuain-Berater stellt klar: „Gonzalo wird Real Madrid nicht verlassen.“
EXKLUSIV – Der Agent von Stürmerstar Gonzalo Higuian schiebt den Wechselspekulationen um seinen Schützling gegenüber Goal.com einen Riegel vor.
-
Sieger, Enttäuschungen, Torschützenkönig: Die Goal.com-Redaktionstipps zur EM
Bald geht es endlich los - der Startschuss zur Euro fällt! Die Goal.com-Redaktion hat im Kicktipp-EM-Spezial einmal einige Szenarien durchgespielt und diverse Tipps abgegeben.
-
Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de!
Ob Bundesliga, Fußball International oder EM 2012 - Tippe jetzt online gegen Freunde und Kollegen in deiner eigenen Tipprunde