Flop of the Match: Referee Tom Henning Övrebö

Was für ein Spiel, was für eine Dramatik! Am Ende stehen nicht die Spieler im Blickpunkt, sondern Tom Henning Övrebö, der mit einigen Entscheidungen falsch lag.

Michael Ballack vesrteht die Welt nicht mehr und Referee Örebrö schon gar nicht! (PA)

(jr) London. Dramatik pur, Traumtore, packende Szenen, eine Rote Karte, ein Tor in der Nachspielzeit und der Mann, der eigentlich für Ordnung sorgen sollte, im Blickpunkt. Der Halbfinalkracher zwischen Chelsea London und dem FC Barcelona hatte alles zu bieten, was ein Fussballspiel ausmacht. Am Ende standen aber nicht die 22 Fussballer im Mittelpunkt, sondern der norwegische Schiedsrichter Tom Henning Övrebö, der mit mehreren, teils unglaublich strittigen Szenen für Aufsehen sorgte. Zumindest zwei Mal lag er auf jeden Fall daneben. Goal beleuchtet die Szenen:

Minute 24: Barca im Glück! Alves zerrt an Malouda, der fällt im Strafraum. Övrebö entscheidet auf Freistoß. Strittig: Das Foul beginnt zwar außerhalb, da kann man aber auch auf Elfmeter entscheiden.

26: O la la. Abidal drängt Drogba ab, der kommt zu Fall. Erneut gibt es keinen Elfmeter. Das man kann vertreten, auch wenn strenge Schiedsrichter da schon auf Elfmeter entschieden haben.

62: Wieder ein packender Zweikampf im Sechzehner, wieder liegt Drogba. Dieser Elfmeter wäre eindeutig zu hart gewesen.

66: Rote Karte gegen Abidal. Da liegt Övrebö beziehungsweise sein Assistent falsch. Der Franzose hat zwar die Hand an Anelka, am Ende stolpert dieser aber über seine eigenen Füße. Zu harte Entscheidung.

79: Toure verschätzt sich in der Abwehr, Anelka entwischt ihm. Im Laufduell kommt der Franzose dann zu Fall, Toure hat da aber nicht wirklich unfair gespielt. Övrebö liegt richtig.

82: Nächste Fehlentscheidung vom Referee. Pique bekommt den Ball an die Hand - hier muss glasklar auf Elfmeter zeigen. Eine andere Entscheidung ist nicht vertretbar.

95: Ballack fasst sich nochmal ein Herz und zieht ab. Der Ball landet am Oberarm von Eto'o, der sich aber in den Schuss dreht und keine aktive Handbewegung in Richtung Ball macht. Hier hat der Schiedsrichter ausnahmsweise richtig entschieden.

Fazit: Am Ende liegt Schiedsrichter Övrebö zwei Mal klar daneben (Hand von Pique und Rot gegen Abidal), einmal hätte er Elfmeter geben können (Alves gegen Malouda), die Regel unterstützt ihn aber. Bei allen anderen Entscheidungen lag er mehr oder weniger richtig, strenge Schiedsrichter haben da aber schon anders entschieden. Am Ende bleibt jedoch ein fader Beigeschmack - auch wenn Barcelona im Hinspiel ein Elfmeter verwehrt geblieben ist (Foul an Henry).

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