Vorschau Champions League: Chelsea London – Juventus Turin

Wenn Juventus Turin am Mittwoch im Champions League-Achtelfinale auf den FC Chelsea London trifft, dann kehrt Juve-Trainer Claudio Ranieri an seine alte Wirkungsstätte zurück. Vier Jahre lang trainierte der Italiener die „Blues“, dann folgte eine umstrittene Kündigung, für die er sich nun rächen möchte.

EPL: Guus Hiddink, Aston Villa v Chelsea (PA)

Von Thomas BAUER

London. Noch nie zuvor standen sich Chelsea London und Juventus Turin im Europacup gegenüber, mit großen Erwartungen blicken die Fußballfans also auf Mittwoch, wenn Claudio Ranieri an seine alte Wirkungsstätte, die Stamford Bridge, zurückkehrt.

Ranieri stand von 2000 bis 2004 in London unter Vertrag und erreichte mit den „Blues" einmal das Halbfinale der „Königsklasse“.

Verbitterung, Hass und Schmerz

„Als Kenyon [Geschäftsführer von Chelsea, Anm. der Redaktion] kam, war ich wie eingefroren. Kenyon war der neue Chef und neue Leiter neigen dazu, ihre eigenen Leute mitzubringen. Ich war keiner von diesen Leuten. Ob ich verbittert bin? Ja. Verbitterung, Hass, Schmerz – nennen Sie es, wie Sie wollen“, ärgerte sich Ranieri gegenüber dem Daily Star Sunday und kündigte Rache an: „Wir werden versuchen, Chelsea auf dem Weg zur Weltspitze zu stoppen, wohin Abramovich den Klub ja bringen möchte.“

Statistik spricht für Chelsea

In der Gruppenphase belegte die „alte Dame“ nach zwei Jahren Abwesenheit im europäischen Fußball den ersten Platz, noch vor dem spanischen Meister Real Madrid. Wenn man sich allerdings die jüngste Geschichte ansieht, kämpft Juventus mit einer Auswärtsschwäche in der heißen Phase der Champions League. Die letzten sechs Auswärtspartien in der K.-o.-Runde der „Königsklasse“ gingen allesamt verloren.

Besser fallen die Statistiken für die Engländer aus, denn Chelsea ist seit mittlerweile 15 Heimspielen ungeschlagen, die letzte Niederlage an der Stamford Bridge gab es im Februar 2006 gegen den FC Barcelona.

Hiddink zeigt Respekt

Im Jahr 2005 führte der neue Chelsea-Trainer Guus Hiddink seinen ehemaligen Klub PSV Eindhoven bis ins Halbfinale der Champions League, vielleicht gelingt ihm mit den Londonern nun sogar ein noch besseres Ergebnis. Vor Juve zeigt der Niederländer aber jedenfalls Respekt: „Juventus hatte in den letzten Jahren Schwierigkeiten, haben sich aber in die Serie A zurückgekämpft und sind nun ein dominierendes Team – das ist gut. Sie beeindrucken in Europa mit Spieler, die schon seit vielen Jahren dort sind. Es herrscht also viel Respekt.“

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