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Laserpointer bringen Vander nicht aus der Ruhe
Dieser Mann musste durchs Stahlbad. Weil Tim Wiese mit einem Muskelfaserriss ausfiel, stand Christian Vander im Kasten von Werder Bremen. Keine ungewohnte Situation, schließlich half Vander auch schon in der Vorsaison immer wieder kurzfristig aus. Damals wie heute gab es lautstarke Zweifel ob der Klasse der Bremer Nummer zwei. Doch die Kritiker waren nach 90 Minuten verstummt.
(nr) Athen. Früher war es üblich, den gegnerischen Torwart mit Schmährufen zu beeindrucken. Nun mag man darüber streiten, ob dies die feine englische Art ist. Christian Vander hingegen hatte mit ganz anderen Dingen zu kämpfen. Immer wieder irritierte ihn ein grellgrüner Laserpointer, weswegen Schiedsrichter Riley die Partie im ersten Durchgang zwei Mal unterbrechen musste.
Privatduell gegen Karagounis
Vander antwortete mit der einzig richtigen Reaktion: Er parierte zwei Mal gegen die Geschosse von Karagounis glänzend. Beim 1:1 beim Kopfball von Mantzios konnte sich Bremens Nummer zwei indes strecken wie er wollte. An diesen Ball kam er nicht mehr heran, und so wurde seine Leistung schon in den ersten 45 Minuten beträchtlich geschmälert, da er von seinen Vorderleute schlichtweg im Stich gelassen wurde.
Patzer oder Unglück?
„Christian ist ein zuverlässiger Torhüter. Und er kann das“, machte auch Manager Klaus Allofs dem Reservekeeper Mut für die zweite Hälfte. Der wirkte in der Tat ruhig und gelassen, hatte dann aber doch Pech. Bei der Bogenlampe – abermals durch Matzios – stand Vander vielleicht einen Tick zu weit vor seinem Kasten. Wieder musste er also hinter sich greifen. Wieder allerdings hatte ein Vordermann, Petri Pasanen, geschlafen. So stand unter dem Strich ein Abend, in dem Christian Vander durchaus als Gewinner gewertet werden darf. An ihm lag es jedenfalls nicht, dass Werder in Athen nicht siegte.
Eure Meinung: Patzer oder schuldlos? Wie bewertet Ihr Werders zweites Gegentor?
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