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"Dörings Ballspielverein": Demütig und stolz sein

Borussia Dortmund spielte vor sieben Jahren noch gegen den Abstieg in der Bundesliga. Am Mittwoch hieß der Gegner erneut Real Madrid. Als Fan sollte man Demut walten lassen.

KOLUMNE
von Stefan Döring

Borussia Dortmund hat am Mittwoch eine bittere Niederlage in der Champions League bei Real Madrid eingesteckt. Doch die Mannschaft bot im Prinzip eine gute Leistung. Aus BVB-Sicht machten aber individuelle Fehler ein besseres Abschneiden zunichte.

Damit steht nach dem Hinspiel im Viertelfinale der Königsklasse eigentlich schon fest, dass Borussia Dortmund in dieser Saison das Halbfinale wohl nicht erreichen wird. Doch vor der Saison hätten wohl nur die wenigsten erwartet, dass überhaupt erneut das Viertelfinale erreicht werden kann. Etwas Pech hatten die Dortmunder dann sicherlich auch mit dem Los Real Madrid, findet die Mannschaft unter Carlo Ancelotti in dieser Saison doch zurück zu alter Stärke.

So waren es am Mittwoch individuelle Fehler und die mangelnde Chancenauswertung, die den Unterschied zwischen Real Madrid und den Schwarz-Gelben ausmachten. Die Fans des BVB können aber dennoch stolz auf ihre Mannschaft sein, schließlich ist die Saison trotz vieler Unkenrufe von Außen immer noch sehr erfolgreich. Halbfinale im DFB-Pokal, Platz zwei in der Bundesliga und eben das Viertelfinale in der Champions League – wer hätte das vor sieben Jahren gedacht?

Damals stand der BVB vor dem Absturz in die zweite Bundesliga, verlor am 27. Spieltag der Saison 2006/2007 mit 0:1 bei Arminia Bielefeld und stand auf dem 17. Tabellenplatz. Geradeso hatte der BVB damals den Abstieg verhindern können und die Finanzkrise überwunden. Es folgten schwierige Jahre im Mittelfeld der Tabelle und nicht mal sieben Jahre später feierte die Borussia zwei Meisterschaften, einen Pokalsieg und den Einzug ins Champions-League-Finale.

Bei aller Kritik an Borussia Dortmund sollten Fans und Medien etwas Demut wirken lassen, schließlich liegt die Mannschaft von Jürgen Klopp absolut im Soll. Nun gilt es sich auf das Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg zu konzentrieren und die Grundlage für eine erneute Champions-League-Saison im kommenden Jahr zu schaffen – durch den zweiten Platz in der Liga. Und das Wichtigste in einer Saison ist für die meisten Borussen sowieso, „dass wir vor den Blauen stehen“, wie Kevin Großkreutz es mal formulierte.

Mit schwarz-gelben Grüßen

Euer

Stefan Döring

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