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Die verschobene Frist für die Stimmabgabe zur Wahl des Weltfußballers hatte für jede Menge Verschwörungstheorien gesorgt. Daran sei aber nichts dran.

Nyon. FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke hat sich gegen die zahlreichen Verschwörungstheorien rund um die verschobene Frist zur Wahl des Weltfußballers gewehrt. Der Weltverband hatte die ursprünglich bis zum 15. November begrenzte Stimmabgabe kurzfristig um zwei Wochen verlängert.

Dadurch waren unter anderem auch die Playoff-Spiele um die WM-Qualifikation in den Fokus geraten. Vor allem Cristiano Ronaldo werden nach seinen drei Toren beim 3:2 in Schweden nun mehr Chancen auf den Sieg eingeräumt.

Wie Valcke in einem Interview mit der L'Equipe betonte, hätte man die sportlichen Entwicklungen dabei aber nicht im Auge gehabt. "Wir haben die Deadline nur verlängert, weil wir – in unseren Augen – schlicht und ergreifend zu wenig Wahlzettel bekommen haben. Wir haben immer gesagt, dass wir mindestens 75 Prozent der Stimmen haben wollen", so der Franzose.

"Der Ballon d'Or soll repräsentativ für eine glaubwürdige Stimmungslage stehen. Im letzten Jahr hatten wir über 80 Prozent aller möglichen Stimmen. Wir haben nichts zu verbergen. Es gibt keine Manipulation und keine Möglichkeit, die Prozedur oder das Resultat zu manipulieren", so Valcke. Alles würde von einem Rechtsanwalt überwacht.

Kein Interesse an bestimmten Siegern

Nachdem FIFA-Präsident Sepp Blatter negativ gegenüber Ronaldo aufgefallen war, vermuten einige in der Entscheidung einen Olivenzweig: Ronaldos Chancen sollten durch die neue Deadline gesteigert werden. Valcke erklärte, man habe diese Entscheidung aber schon am Freitagmorgen getroffen – also noch vor den Playoff-Hinspielen. Die Wahlberechtigten habe man dann am Dienstag informiert.

Überhaupt sei der "Ballon d'Or eine rein sportliche Veranstaltung. Die Stimmen kommen aus drei komplett unterschiedlichen Bereichen. Wir haben keine Vorlieben", sagte Valcke.

Ob sich ein Spieler mit seinem Team für die WM qualifiziert, sei ohnehin nicht entscheidend: "Ein Spieler kann seine Mannschaft nicht im Alleingang qualifizieren. Wenn sein Team es nicht zur WM schafft, ist das nicht automatisch seine Schuld." So habe etwa Zlatan Ibrahimovic, der mit Schweden gegenüber Portugal den Kürzeren zog, in seinen Augen trotzdem Chancen.

Der Sieger des Ballon d'Or wird am 13. Januar in Zürich gekürt.

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