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Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger macht sich für eine härte Sanktionierung von rassistischen Übergriffen stark. Durch "Punktabzug" will er die Klubs "hart treffen".

Frankfurt. Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger fordert eine drastische Erhöhung von Strafen für rassistische Vergehen in Fußball-Stadien. "Wir haben ein Vollzugsdefizit", sagte Zwanziger (67), Mitglied der Exekutive des Weltverbandes FIFA.

"Die Länder, die mit rassistischen Verfehlungen bislang noch eher harmlos umgegangen sind, wird man zwingen, auf harte Strafen umzustellen", sagte Zwanziger: "Wenn du den Vereinen die Punkte abnimmst, triffst du sie wirklich. Sobald solche Konsequenzen drohen, handeln die Klubs", erklärte Zwanziger gegenüber dem Fokus.

Das Thema Rassismus ist auch ein Schwerpunkt des FIFA-Kongresses, der am Mittwoch auf Mauritius beginnt.

Der Weltverband hatte nach den jüngsten Vorfällen eine zwölfköpfige Anti-Rassismus-Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, der auch Kevin-Prince Boateng angehört. Der ehemalige Bundesliga-Profi, der derzeit beim AC Mailand spielt, hatte im Januar für Schlagzeilen gesorgt, als er wegen rassistischen Beleidigungen während eines Testspiels gegen den Viertligisten Pro Patria den Platz verlassen hatte.

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