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Ralf Mutschke, FIFA-Direktor der Abteilung Sicherheit, informierte vor der internationalen Sicherheitskonferenz über die Vorgehensweise von Spielmanipulatoren.

Berlin. Der Fußballweltverband FIFA warnt im Vorfeld einer internationalen Sicherheitskonferenz (17./18.Januar in Rom), die von INTERPOL und der FIFA organisiert wird, vor Spielmanipulationen im Fußball. „Momentan sind rund 50 nationale Ligen außerhalb Europas Ziel von organisierten Kriminellen auf dem Wettmarkt“, so Ralf Mutschke, Direktor der Abteilung Sicherheit bei der FIFA.

Mutschke ist seit knapp 10 Monaten im Amt und wusste Medienvertretern gegenüber vor der Konferenz Einiges zu berichten: „Ich habe mich mit einem verurteilten Manipulator informell hier in Zürich getroffen“, erklärte Mutschke, „er sagte mir gerade ins Gesicht: ‚Die organisierte Kriminalität geht raus aus den ursprünglichen kriminellen Tätigkeiten hin zur Spielmanipulation, denn hier besteht ein geringes Risiko, aber sie verspricht hohe Gewinne.’“

Die WM-Qualifikation sei laut Mutschke allerdings nicht betroffen: „WM–Qualifikationsspiele sind generell sehr schwer zu manipulieren, da für die Teams und vor allem die Spieler die WM alle vier Jahre das größte Ereignis ist, an dem sie unbedingt teilnehmen wollen. Internationale Freundschaftsspiele sind hingegen viel anfälliger für solche Aktionen.“

Präventionsarbeit gegen Spielmanipulation

Um Spielmanipulationen entgegenzuwirken, hat die FIFA das sogenannte „FIFA-Sensibilisierungsprogramm“ entwickelt. Teil des Programms sind unter anderem Informationsgespräche vor allen FIFA-Turnieren. Ebenso sollen die Schiedsrichter für Auffälligkeiten während der Spiele sensibilisiert werden.

Neu angesiedelt in der Sicherheitsdivision ist ebenfalls das Frühwarnsystem „Early Warning System“. Alle FIFA-Spiele und internationalen Freundschaftsspiele würden beobachtet, insgesamt knapp 1500 Spiele im Jahr. „Der Schlüssel zum Erfolg ist die Prävention. Doch dieses Ziel können wir nur gemeinsam erreichen“, so der ehemalige BKA-Mitarbeiter Mutschke. „Mein großes Ziel ist es, ein weltweites Netzwerk von Integritäts-Offizieren einzurichten.“

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