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UEFA dreht Geldhahn zu: Preisgelder erst nach Begleichen der Schulden

Die UEFA lässt verlauten, dass 23 international vertretenen Mannschaften die Preisgelder zunächst vorenthalten bleiben.

Nyon. Es gilt als einer der ersten Schritte zur Einführung des Financial Fairplays: Wie die Finanzabteilung der UEFA heute auf uefa.com bekanntgab, behält man sich bei 23 Mannschaften, die in der Saison 2012/13 an internationalen Wettbewerben teilnehmen werden, das Recht vor, die Bonuszahlungen zu behalten, falls die Teams ihre Schulden nicht begleichen.

Ausstehende Gehälter und nicht gezahlte Steuern

Demnach stellte der Club Financial Control Body (CFCB) der UEFA bei einem Meeting im August 2012 fest, dass in 23 Fällen entweder ausstehende Transfersummen an andere Klubs, nicht gezahlte Gehälter an eigene Mitarbeiter oder auch nicht gezahlte Steuern anliegen.

Hier die Liste der Betroffenen:

FK Borac Banja Luka (BIH)
FK Sarajevo (BIH)
FK Željezničar (BIH)
PFC CSKA Sofia (BUL)
HNK Hajduk Split (CRO)
NK Osijek (CRO)
Club Atlético de Madrid (ESP)
Málaga CF (ESP)
Maccabi Netanya FC (ISR)
FK Shkendija 79 (MKD)
Floriana FC (MLT)
FK Budućnost Podgorica (MNE)
FK Rudar Pjevlja (MNE)
Ruch Chorzów (POL)
Sporting Clube de Portugal (POR)
FC Dinamo Bucureşti (ROU)
FC Rapid Bucureşti (ROU)
FC Vaslui (ROU)
FC Rubin Kazan (RUS)
FK Partizan (SRB)
FK Vojvodina (SRB)
Eskişehirspor (TUR)
Fenerbahçe SK (TUR)

Die UEFA erwartet von allen Mannschaften eine Berichterstattung bezüglich der aktuellen Lage bis 30. September 2012. Die Maßnahmen bleiben solange bestehen, bis alle Klubs ihre Schulden begleichen.

Der HSV–Malaga-Konflikt

Profitieren könnte von dieser Vorgehensweise nun der HSV. Vor der Saison 2011/12 einigte man sich mit dem Vertreter der spanischen Primera Division, FC Malaga, über einen Transfer von Verteidiger Joris Mathijsen. Die kolportierte Ablösesumme von rund zwei Millionen Euro erreichte jedoch bis heute nicht das Konto der „Rothosen“, nachdem Malagas Investor Scheich Abdullah Bin Nasser Al Thani sich nach nur einem Jahr aus dem Staub machte und somit der Geldfluss unterbunden wurde.

Sollte der Tabellenvierte der vergangenen Saison nun das Recht auf die Bonuszahlungen, die mit der Teilnahme an der Champions League verbunden sind, behalten wollen, so muss man infolge der neuen Maßnahmen seitens der UEFA den fälligen Betrag an den HSV überweisen.

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