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Aktuell steht die deutsche U21-Nationalelf gegen Bosnien-Herzegowina auf dem Platz. Bisher hat die Elf von Rainer Adrion eine blütenweiße Weste: 9 Spiele, 9 Siege. Bleibt das so?

Sarajewo. Auf die deutsche U21-Nationalelf wartet gerade in Sarajewo der wohl härteste Brocken der EM-Qualifkation für die Nachwuchsteams: Bosnien-Herzegowina. Die Truppe vom Balkan ist hinter der deutschen Elf auf Rang zwei der Tabelle und ist nicht gewillt, auf heimischen Boden die Punkte herzuschenken. Trotzdem verzichtet Trainer Rainer Adrion vor dem letzten Spiel auf vier seiner Leistungsträger: Maximilian Beister, Kapitän Lewis Holtby, Sebastian Rode und Tony Jantschke.

Dicker Happen als krönender Abschluss der Gruppenphase vor den Play-Offs

Der dickste Brocken kommt zum Schluss. Nachdem die deutsche U21 bislang mit neun Siegen aus neun Spielen souverän durch die EM-Qualifikation marschiert ist, wartet im letzten Gruppenspiel am heutigen Montag (ab 17 Uhr in Sarajevo) mit Bosnien-Herzegowina der wohl schwerste Gegner auf die Fußballer von Trainer Rainer Adrion. Zwar gab es im Hinspiel im vergangenen Oktober einen deutschen 3:0-Sieg, doch für das Team vom Balkan, das hinter der DFB-Elf auf Rang zwei der Gruppe A liegt, geht es noch um die Teilnahme an den EM-Playoffs.

Ohne Vier gegen die Bosnier

Einen „heißen Tanz“ in Bosnien erwartet denn auch Adrion. Trotzdem wird das deutsche Team in Sarajevo nicht mit der besten Formation antreten. Der Coach verzichtet freiwillig auf die Leistungsträger Maximilian Beister (Hamburg), Tony Jantschke (Gladbach), Sebastian Rode (Frankfurt) sowie Kapitän Lewis Holtby (Schalke). „Alle vier standen gegen Weißrussland in der Startformation, und ich kenne ihre Qualitäten. Wir haben einige Spieler im Aufgebot, die im Verlauf der Qualifikation gezeigt haben, dass sie ebenfalls das Potenzial zu Stammspielern haben. Das will ich vor den Playoffs bestätigt sehen“, erklärt Adrion seinen Schritt.

DFB-Elf will den Rekord der sauberen Weste

Er sei davon überzeugt, dass sein Team dennoch mit viel Engagement zur Sache gehen werde, sagt der 58 Jahre alte Trainer. Schließlich winkt ja auch ein Rekord: Ein Sieg am Montag wäre der zehnte Pflichtspielsieg in Folge - eine solche Serie hat noch keine deutsche U21 in der EM-Qualifkation geschafft. Doch die Serie ist für Adrion nicht so wichtig: „Jetzt haben wir zwar neun Spiele gewonnen, aber das wird in den Playoffs nichts mehr zählen“, sagt er.

In den Playoffs drohen Spanien oder Frankreich

Denn erst in den beiden Playoffs zwischen dem 12. und dem 16. Oktober wird entschieden, wer tatsächlich zur EM im kommenden Jahr nach Israel fahren darf. Ausgelost werden die Partien am kommenden Freitag. Da es keinen Setzmodus gibt, kann das deutsche Team auch auf andere Spitzenteams wie Spanien oder Italien treffen, die bislang ohne Niederlage durch die Qualifikation marschiert sind.

Im Falle einer Niederlage würde man dann erneut in die Röhre gucken - wie bereits bei der letzten EM. Damals verpasste das deutsche Team überraschend die Qualifikation - immerhin mit mehreren heutigen A-Nationalspielern wie Mats Hummels, Holger Badstuber oder Andre Schürrle in den Reihen. Danach wackelte Adrions Job beim DFB. Das würde sich der Fußball-Lehrer diesmal gerne ersparen.

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