Uli Hoeneß greift die FIFA, Sepp Blatter und Ex-DFB-Boss Zwanziger an

Der Bayern-Präsident schoss auf einer Podiumsdiskussion nicht nur gegen FIFA-Boss Sepp Blatter, sondern auch gegen Theo Zwanziger und Franz Beckenbauer.
Hamburg. Uli Hoeneß holt mal wieder zum Rundumschlag aus! Sowohl Sepp Blatter, als auch Franz Beckenbauer und Theo Zwanziger bekamen auf einer Podiumsdiskussion ihr Fett weg. Der Grund: Die Verwicklung in die vermutlich korrupte Vorgehensweise innerhalb der FIFA.

FIFA erhalt skandalösen Preis

Der Anlass für die Podiumsdiskussion war eine ganz besondere Preisverleihung: Die FIFA wurde von dem Netzwerk Recherche zum „Informationsblockierer des Jahres“ in der Kategorie „Verschlossene Auster“ „ausgezeichnet“ - wegen undemokratischer Organisation sowie diktatorischer Führung des Präsidenten, Sepp Blatter.

Kein Vertreter

Die FIFA reagierte kühl, schickte keinen Vertreter zur Preisverleihung nach Hamburg. Stattdessen entgegnete man dem Veranstalter in Person vom Mediendirektor Walter De Gregorio mit einer ironischen Email: „Der Präsident selber verträgt keine Meeresfrüchte, zudem ist seine Agenda propenvoll“, hieß es - außerdem verwies man auf die kürzliche, in Budapest beschlossenen Reformen. „Grundsätzlich glaube ich, dass Sie zu spät sind mit der Auszeichnung. Die Auster hat sich inzwischen geöffnet.“

Hoeneß klagt

Nicht ganz so „ruhig“ äußerte ich Uli Hoeneß auf der anschließenden Podiumsdiskussion, dort behauptete er gemäß tz unter anderem, dass „alles mehr oder weniger“ von Blatter gesteuert werde und niemand in die Reihen der Fußball-Organisation gelangen könne, der Blatter nicht dient.

Auch Zwanziger in der Kritik

Doch Hoeneß ging noch weiter: Neben dem FIFA-Boss kritisierte er auch den ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger. Seit seinem Amtsantritt im FIFA-Exekutivkomitee habe er den DFB nicht mehr hinter sich.

„Ich habe gehört, dass wir von ihm nicht allzu viel erwarten müssen“, deutete Hoeneß an und bezichtigte die FIFA, wie die Süddeutsche Zeitung zitierte, daraufhin sogar der Korruption: „Unser Doktor Theo Zwanziger hat keine Chance, die haben ihn umgarnt, und er lässt sich beschmusen.“

Beckenbauer Teil des Ganzen?

Auch bezüglich Bayerns Ehren-Präsidenten Franz Beckenbauer konnte sich Hoeneß einen Kommentar nicht verkneifen. Der ehemalige Weltklasse-Fußballer bringt regelmäßig Leistungen für Blatter und seine Organisation, arbeitet derzeit sogar als Chef des Regelprojekts „Fußball 2014“, das von der FIFA, beziehungsweise Sepp Blatter ins Leben gerufen wurde.

„Der Franz wird einiges wissen, aber er ist noch in der Muschel“, spielte Hoeneß auf Beckenbauer Wissen über die politische Ordnung der FIFA an.

Doch tatsächlich kann man auch Positives von der FIFA berichten: Entgegen des Willens der UEFA will man sich weiterhin für die Aufnahme des Kosovo in die Qualifikationszyklen der Welt- und Europameisterschaften einsetzen.

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