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Von der Politik zum Fußball: Die Straßenschlachten in der Ukraine betreffen nun wohl auch den Fußball. Internationalen Spielen mit ukrainischer Beteiligung droht nun die Absage.

Kiew. Wegen der Unruhen und den zahlreichen Todesopfern in der Ukraine droht zwei Europa-League-Partien die Absage. Ein Spiel wurde bereits verlegt.

Wie die UEFA bekanntgab, wird das Spiel zwischen Dynamo Kiew und dem FC Valencia im GSP Stadium in Nikosia, Zypern, stattfinden. Die Spieler des FC Valencia erreichte diese Nachricht am Flughafen vor der geplanten Reise nach Kiew.

Angst vor den Unruhen

Klubpräsident Amadeo Salvo kommentierte die Meldung: "Die Spieler essen zu Mittag und in ein paar Stunden reisen wir nach Zypern. In Kiew zu spielen, wäre sehr kompliziert geworden. Unsere Sicherheit wurde garantiert, aber es kann immer zu unvorhergesehenen Situationen kommen, über die wir keine Kontrolle haben. Es ist das Beste, auf neutralem Boden zu spielen."

Er zeigte sich erleichtert über die Entscheidung der UEFA: "Der gesunde Menschenverstand hat gesiegt und die UEFA hat hart dafür gearbeitet, eine Lösung zu finden. Sie müssen sich in jede Partei hineinversetzen: in die UEFA, Dynamo Kiew und den FC Valencia."

"Das war die bestmögliche Lösung"

Der Präsident fügte hinzu: "Das war die bestmögliche Lösung, ohne, dass das Datum der Partie geändert wird. Wir kommen zwei Stunden später an, um die geplante Ruhezeit der Spieler einzuhalten, aber weder unser Spielplan in der Liga noch unsere Trainingseinheiten werden davon beeinflusst werden."

Salvo bedankt sich zudem bei den spanischen Fans, die bereits ihre Reise in die ukrainische Hauptstadt geplant hatten, um ihre Mannschaft zu unterstützen: "Den Valencia-Fans, die vorhatten, nach Kiew zu reisen, möchte ich sagen, dass wir es sehr bedauern. Ihr wolltet unseren Klub unterstützen, habt eure Zeit und euer Geld investiert. Das Einzige, was wir tun können, ist, Euch zu danken und weiterhin in Kontakt zu bleiben."

Zwei weitere Spiele fraglich

Die für Donnerstagabend geplanten Heimspiele Dnjepr Dnjepropetrowsk (gegen Tottenham Hotspur) sowie Tschernomorez Odessa (gegen Olympique Lyon) sind offenbar ebenfalls stark gefährdet.

Am Mittwoch hatte der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch den Donnerstag zum landesweiten Tag der Trauer für die Opfer der Straßenschlachten in Kiew erklärt.

Über 1000 Verletzte

Zum Gedenken an die mindestens 25 Toten sollen neben Sportveranstaltungen auch Konzerte abgesagt werden. Bei den Kämpfen waren zudem mehr als 1000 Menschen verletzt worden.

Als einziger deutscher Klub ist in der Europa League noch Eintracht Frankfurt vertreten. Der Tabellen-Zwölfte der Bundesliga tritt am Donnerstag beim 27-maligen portugiesischen Meister FC Porto an. Das Rückspiel findet am 27. Februar statt.

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