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Fenerbahce hat vorzeitig die Meisterschaft eingefahren und damit mit Galatasaray gleichgezogen. Gegen Rizespor reichte es zwar nicht zum Sieg, aber Besiktas kam bei Sivasspor un...

Istanbul. Fenerbahce ist drei Spieltage vor Saisonende türkischer Meister! Im Heimspiel gegen Caykur Rizespor reichte ein 0:0 aus, um den 19. Titel der Vereinsgeschichte einzufahren und damit mit dem Erzrivalen Galatasaray gleichzuziehen. Besiktas blamierte sich hingegen bis auf die Knochen bei Sivasspor.

Fenerbahce - Caykur Rizespor 0:0

Trotz der komfortablen Ausgangsposition - Fener genügte bereits ein Unentschieden zum Titel - spielten die Kanarienvögel erwartungsgemäß vor eigenem Publikum voll auf Sieg. Doch spätestens als Besiktas gleichzeitig in Sivas im zweiten Durchgang mit 0:3 unter die Räder kam, war klar, dass das Ergebnis der Partie nichts daran ändern würde, dass Fenerbahce die Meisterschaft holt.

Vielleicht ließ auch deshalb mit zunehmender Dauer bei den weiter anrennenden Gastgebern die Konzentration nach. Fener kontrollierte zwar Ball und Gegner, war aber im letzten Drittel nicht so zwingend wie gewohnt. Die Gäste konzentrierten sich auf die Defensive und waren darum bemüht, das Tempo aus der Partie zu nehmen. Die beste Chance des Spiels hat Rize bei einem der wenigen Gegenzüge, als Deniz Kadah freistehend an Volkan Demirel scheiterte (75.). Für Fener hatte der eingewechselte Pierre Webo die Möglichkeit zum Siegtreffer, scheiterte mit einem Kopfball aber am gut reagierenden Torwart Serkan Kirintili (71.).

Mit dem Abpfiff stand schließlich die Meisterschaft für Fener fest. Der Rest war pure Freude im Sükrü-Saracoglu-Stadion, und die war wohlverdient. Die Mannschaft zeigte fast die komplette Saison über eine beeidruckende Konstanz, führt die Tabelle seit dem fünften Spieltag an und ist ein verdienter Meister. Trainer Ersun Yanal, trotz der 2:3-Niederlage zum Saisonauftakt schon damals die Meisterschaft angekündigt hatte, hat damit sein Wort gehalten. Für den 52-jährigen ist es die erste Meisterschaft. 

Sivasspor - Besiktas 3:0

Tore: 1:0 John Utaka (56.), 2:0, 3:0 Aatif Chahechouhe (70.,82.)

Im Fernduell um Platz zwei hat Besiktas nach ernüchterndem Auftritt und einer deutlichen 0:3-Niederlage in Sivas den Vorteil aus der Hand gegeben. Die Adler verlieren damit den zweiten Platz, der zur direkten Champions League-Teilnahme berechtigt, an Konkurrent Galatasaray.

Schuld daran waren vor allem die starken Sivas-Stürmer John Utaka und Aatif Chahechouhe. Utaka ließ nach 56 Minuten Gegenspieler Dany an der Strafraumgrenze geschickt ins Leere laufen, schlenzte den Ball ins lange Eck und ließ Besiktas-Keeper Tolga Zengin keine Chance. Beim zweiten Treffer durch Chahechouhe sah Tolga jedoch unglücklich aus, eine flache Hereingabe des Marokkaners prallte von der Hand des Keepers an den Pfosten und von dort ins Tor.

Die Gäste, bei denen Jermaine Jones gesperrt fehlte, hatten die erste Hälfte im Griff, doch mehr als eine gute Möglichkeit für Hugo Almeida (11.) sprang nicht dabei heraus. Der zweite Gegentreffer fiel dann direkt in eine Druckphase der Adler und entschied das Spiel zugunsten von Sivas. In der Schlussphase spielten Utaka und Chahechouhe einen schönen Konter zu Ende, den Chahechouhe zum 3:0 nutzte.

Elazigspor - Galatasaray 0:1

Tor: Burak Yilmaz (24.)

Gelb-Rote-Karte: Tanju Kayhan (72., wiederholtes Foulspiel)

Galatasaray musste am Ende zittern, brachte gegen immer stärker werdende Gastgeber aber die knappe 1:0-Führung über die Zeit und holte einen wichtigen Auswärtssieg. In einer temporeichen Partie mit vielen Chancen hätte Gala bereits früh den Sack zumachen können, war aber vor dem Tor zu ineffektiv.

Den am Ende entscheidenden Treffer besorgte Burak Yilmaz, der aus kurzer Distanz den Fuß in einen Schuss von Selcuk Inan hielt (24.). Danach hatten die Löwen eine Reihe hochwertiger Chancen. Die beste vergab Wesley Sneijder kurz vor der Halbzeit, als er allein auf das Tor zulief, aber am herauslaufenden Torwart Vanja Ivesa scheiterte.

Glück für Gala, dass es die abstiegsbedrohten Gastgeber nicht besser machten. Im zweiten Durchgang wurde Elazig nämlich immer stärker, brachte aber ebenfalls keine der Möglichkeiten im Tor unter. Gala-Keeper Fernando Muslera war immer wieder gefordert und machte eine gute Partie, musste aber nach 71 Minuten verletzt ausgewechselt werden. Die beste Gelegenheit für die Heimmannschaft hatte Rodrigo Tello, der einen schönen Weitschuss in der Schlussphase an den Pfosten setzte (84.).

Durch den Sieg und die Niederlage erobert Gala Platz zwei zurück und hat nun einen Punkt Vorsprung auf Besiktas.

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