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Hamburgs Sportdirektor stellt die Mannschaft in der Rückrunde auf den Prüfstand. Hakan Calhanoglu und Pierre-Michel Lasogga sollen unbedingt gehalten werden.

Hamburg. Beim Hamburger SV sollen in der Winterpause die Personalplanungen vorangetrieben werden: An einen Verkauf von Shootingstar Hakan Calhanoglu denkt Sportdirektor Oliver Kreuzer nicht. Auch Leihspieler Pierre-Michel Lasogga soll beim Bundesliga-Dino bleiben.

"Wir wollen Hakan nicht zu Geld machen, sondern um ihn herum etwas aufbauen", erklärte der 48-Jährige dem Kicker. Ein Angebot eines potenten Klubs müsse die Chefetage schon "schon richtig erschüttern", bevor sie darüber nachdenke. "Und das ist kein Poker, sondern absolute Überzeugung."

Stattdessen streben die Hanseaten vielmehr nach einer Verlängerung des bis 2016 datierten Kontrakts des 19 Jahre alten Offensivspielers, der von türkischen und englischen Topklubs umworben wird. Kreuzer hatte auch eine Begründung parat: "Es wäre ein fatales Signal nach innen und außen, ein Juwel wie Hakan direkt wieder abzugeben. Was wäre dann mit der Aufbruchstimmung, die Jungs wie er oder Pierre-Michel Lasogga erzeugt haben?"

Lasogga soll bleiben

Auch um Lasogga kämpft der HSV weiter. Kreuzer hat inzwischen ein erstes Gespräch mit dem Spieler sowie dessen Mutter geführt, die den U21-Nationalspieler berät. "Es war ein erster Austausch, der meiner Meinung nach positiv war", berichtete der Manager.

Der Angreifer ist für ein Jahr ohne Option von Hertha BSC ausgeliehen. Für den Bundesliga-Dino erzielte er in 14 Partien zehn Treffer. Darunter einen Dreierpack bei 5:0 gegen den 1.FC Nürnberg. Bei den Berlinern besitzt Lasogga einen Vertrag bis 2015.

Kreuzer kündigte zudem an, die Mannschaft in der Rückrunde genau zu beobachten: "Grundsätzlich gibt es an der Einstellung und Mentalität nichts zu bemängeln. Wir müssen ihr einzig austreiben, dass nach einigen guten Spielen Zufriedenheit Einzug hält." Er konkretisierte dies: "Das Team braucht immer gewissen Druck."

"Richtung stimmt"

Damit das Team künftig ohne externe Maßnahme funktioniert, will er die Spieler auf den Prüfstand stellen: "Wir werden in den kommenden Wochen und Monaten alle genau beobachten - auf wen wir uns verlassen können, auf wen nicht. Und wo wir Veränderungen anstreben."

Die Bilanz von Bert van Marwijk ist mit drei Siegen, vier Niederlagen und drei Remis durchwachsen. Dennoch ist Kreuzer mit der Arbeit des Niederländers zufrieden: "Wir liegen in etwa sechs Punkte hinter den eigenen Erwartungen zurück, aber die Richtung unter ihm stimmt dennoch."

Besonders gefalle ihm, dass unter dem ehemaligen Bondscoach "eine Struktur erkennbar" sei. "Auch das Innenleben der Mannschaft ist positiv", dennoch betonte Kreuzer: "Klar ist aber auch: Wir erwarten im neuen Jahr von allen eine Leistungssteigerung", so Kreuzer.

EURE MEINUNG: Kann der HSV die beiden Shootingstars halten?

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