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In einem kürzlich stattgefundenen Interview bombardiert der portugiesische Mittelfeldspieler Vorstand und Trainer von Besiktas mit schweren Vorwürfen.

Istanbul. Das ohnehin bröckelnde, wenn nicht gar bereits zerstörte Verhältnis zwischen Ricardo Quaresma und Besiktas Istanbul muss sich einer erneuten Belastungsprobe stellen. Portugals Nationalspieler brachte seinen Unmut über die Behandlung beim türkischen Traditionsklub mit scharfen Worten zum Ausdruck.

Kein Gespräch mit Präsidium oder Trainer

„Mit mir hat niemand gesprochen“, sagte „Q7“ zu NTVSpor und betonte, dass die Herangehensweise des Vorstands und das Verhalten ihm gegenüber falsch seien. Keiner aus dem Präsidium hätte das Gespräch zu ihm gesucht, beschwert sich Besiktas‘ Flügelflitzer.

„Ich wollte den Verein nicht unter diesen Umständen verlassen, aber es kursieren etliche Gerüchte, die nicht stimmen. Weder hat der Verein ein klärendes Gespräch zu mir gesucht, noch über etwaige finanzielle Gegenleistungen was das Gehalt betrifft mit mir gesprochen. So etwas hätte viel früher besprochen werden müssen“, stellte der portugiesische Mittelfeldmann klar.

„Ich habe immer versucht dem Verein zu helfen und meinen Beitrag zu leisten, aber selbiges Entgegenkommen habe ich von Seiten des Vereins nicht gesehen“, wies Quaresma zerknirscht auf die Bestrebungen des Vereins hin, ihn förmlich loswerden zu wollen.  

„Ich kann nichts zu Trainer Samet Aybaba sagen. Ich kenne ihn nicht“

Desweiteren merkte der Portugiese an, der bevorzugt die rechte Außenbahn bei Besiktas bearbeitete und dabei mit seinen Dribbelkünsten seinen Gegenspielern das Leben schwer und den Fans schöner machte, dass er Besiktas-Trainer Samet Aybaba nicht kenne und daher nichts über ihn sagen könne. Denn es wäre nicht seine Art über Menschen eine Aussage zu treffen, die er nicht kenne. Was ihn wiederum dazu bewegt zu fragen, warum ihn Trainer Aybaba hingegen, ohne ihn zu kennengelernt zu haben, beurteilt.

„Die besten Fans, die ich in meinem Leben gesehen habe“

Ein Liebesbekenntnis an die Fans von Besiktas ließ sich „Q7“ dennoch nicht nehmen.
„Ich möchte mich bei den Fans bedanken. Seit meiner Ankunft unterstützen sie mich hingebungsvoll und standen mir immer nah. Ich kann sagen, dass es die besten Anhänger sind, die ich je gesehen habe. Ich bedanke mich von ganzem Herzen für die Unterstützung. Ich wünschte ich hätte hier unter den Anfeuerungsrufen der Fans meine Karriere beenden können, aber wir sehen, dass dies mit diesem Vorstand und diesem Trainer nicht möglich scheint“, ließ der Publikumslieblings seinen Emotionen freien Lauf.



„Hab das nicht verdient“


Was in letzter Zeit mit ihm gemacht wird, sei einfach nur beschämend, das hätte er einfach nicht verdient, so Quaresama weiter.

„Ich habe zwei Jahre lang alles Erdenkliche für den Klub gegeben und immer versucht das Beste aus mir rauszuholen. Ich denke nicht, dass ich es verdient habe, von der Mannschaft getrennt zu trainieren und so behandelt zu werden. Ich muss bis zu 30 Minuten auf meine Trainingssachen warten, niemand spricht mit mir, das ist nur noch beschämend.“

Dank an das ehemalige Besiktas-Präsidium

„An dieser Stelle möchte ich mich bei Präsident Yildirim Demirören und den ehemaligen Vorstandsmitgliedern für ihre warmherzige Zuwendung, ihre Bemühungen und ständige Hilfe mir gegenüber bedanken“, vergaß der in Lissabon geborene, 35-fache portugiesische Nationalspieler nicht das Präsidium, das ihn nach Istanbul geholt hatte.

„Zu einem Transfer möchte ich mich nicht äußern, darum kümmert sich mein Manager“, sagte Quaresma abschließend auf einen möglichen Wechsel angesprochen.

Für Türkei-Updates via TWITTER folge Anıl P. Polat

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