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Es war wohl mal wieder zu lange zu ruhig in der Süper Lig. Drum sorgt nun Gaziantepspor für einen neuen Skandal. Diesmal geht es um Steuerhinterziehung in Millionenhöhe.

Gaziantep. Es war eine generalstabsmäßig geplante Aktion. In sechs türkischen Städten wurden die Ermittlungsbehörden aktiv und führten eine Operation gegen Offizielle von Gaziantepspor durch. Der Vorwurf: Steuerhinterziehung in einer Größenordnung von 40 Millionen TL, was rund 17 Millionen Euro entspricht. Die Zahlen hinsichtlich der vorläufig festgenommenen Personen schwankten zwischen 22 und 46. Man muss sich langsam die Frage stellen, ob der türkische Fußball jemals richtig zur Ruhe kommen wird.

Gaziantep-Präsident Ibrahim Kizil der Hauptverdächtige

Nach letzten Informationen wurden insgesamt 22 Personen festgenommen, von denen 15 Personen in Gewahrsam bleiben mussten. Unter den Verhafteten waren Ibrahim Kizil, Klubpräsident von Gaziantepspor, Mehmet Kizil, Pressesprecher des Klubs, die Eltern der Familie Kizil, einige Mitglieder des Gaziantep-Vorstandes, Mitarbeiter der Vereins und Mitarbeiter der Kizil Holding Company. Der Vorwurf lautet, dass man sich unter anderem an Transfererlösen bereichert habe, die an den Steuerbehörden vorbei geschleust wurden. Daraus ergeben sich die Ermittlungsansätze der Veruntreuung von Geldern des Traditionsklubs sowie versuchte und durchgeführte Steuerhinterziehung.

Der türkische Fußball im Schockzustand

Auch wenn es keinerlei Verbindungen zum Manipulationsskandal gibt, der sportliche Tathintergrund zum Glück fehlt und es sich beim aktuellen Fall um Verfehlungen von Einzelpersonen handelt, wie die türkische Sonderkommission für Wirtschaftsverbrechen, die Mali Suclari Arastirma Kurumu (kurz MASAK) meldete, sitzt der Schock tief. Ein weiterer Skandal, auch wenn es „nur“ auf Vereinsebene sei, ist exakt das, was die Türkei derzeit ganz sicher nicht braucht. Die Ermittlungen, so die Behörden, sind seit Oktober 2011 im Gange und fokussieren sich auf die Finanztransaktionen des Klubs und der Holding der letzten fünf Jahre. Im Zuge der Großrazzia wurden Unterlagen des Klubs und der Kizil Holding beschlagnahmt.

Yasin Pehlivan nicht betroffen

Yasin Pehlivan, österreichischer Nationalspieler, ist von den Ereignissen rund um den Klub und das Präsidium selbstverständlich nicht betroffen. Auch innerhalb des Vereins geht man „von einer Verkettung unglücklicher Umstände aus“. So sagte Trainer Hikmet Karaman gegenüber der Presse: „Es können Fehler passiert sein, ohne dass es wirklich gewollt war oder dass es vorsätzlich ausgeführt wurde. Schade, dass das vor unserem letzten Spiel gegen Bursaspor geschehen ist, denn das zieht nun die Moral der Mannschaft nach unten. Gerade wo es für uns theoretisch noch möglich ist, in die zweite Play-Off Gruppe zu kommen. Doch dafür müssen wir drei Punkte holen und Bursaspor ist kein leichter Gegner.“

Zusammenhalten wie Fenerbahce Istanbul

Trainer Karaman sagte gegenüber der Presse weiter: „Wir müssen uns ein Beispiel an Fenerbahce nehmen. Dort hat man auch in Krisenzeiten zusammengestanden. Momentan, ich kann es nur wiederholen, müssen wir ans Bursa-Spiel denken. Das ist es eine etablierte Mannschaft, gegen die es nicht leicht wird zu bestehen. Danach werden sich dann die anderen Dinge weisen.“

Eure Meinung: Wann wird endlich auf allen Kanälen Ruhe in die Süper Lig kommen?

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