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Mehmet Ali Aydinlar hat sich zu seinem Rücktritt geäußert
Den ganzen Tag wartete die Türkei als Fußballnation nur auf eine Erklärung: Wieso tritt Mehmet Ali Aydinlar ausgerechnet jetzt zurück, wo ihm die Klubs den Rücken stärkten.
Von Christian Ehrhardt
unknown
Istanbul. Mit großer Spannung wurde den ganzen Tag auf die offizielle Erklärung gewartet, wie der völlig aus dem Nichts gekommene Rücktritt von Mehmet Ali Aydinlar, Präsident des türkischen Fußballverbandes TFF, Türkiye Futbol Federasyonu, motiviert gewesen sein kann. Die Spekulationen schossen wie die Pilze aus dem Boden und am Abend hat sich Aydinlar dann endlich über die Homepage des Verbandes mit einer Aufklärung über die Beweggründe an die Fußballfans gewandt.
Erniedrigende und diffamierende Berichterstattung
„Nach der Erklärung, dass wir als TFF-Vorstand nicht zurücktreten werden, haben einige Fußballkommentatoren sehr erniedrigende und sogar diffamierende Kommentare abgegeben. Das hat mich dazu gebracht, meine Situation erneut zu überdenken", so Aydinlar.
Auch CAS und UEFA bekommen ihr Fett
„Der CAS-Richter Kismet Erkiner hat in einer Nachrichtensendungen über einige Berichte der CAS gesprochen. Ich habe daraufhin die Richtigkeit dieser Aussagen geprüft und festgestellt, dass am 06. September 2011 und am 03. November 2011 diese Berichte der TFF zugestellt wurden. Daraus konnte ich ersehen, dass die UEFA gegenüber der CAS gänzlich andere Aussagen getätigt hat, als gegenüber unserer Seite. Diese Vorgehensweise des Dachverbandes des europäischen Fußballs zeigt deutlich auf, wie wenig vertrauenswürdig und wie wenig aufrichtig die ganze Situation zu jetzigen Zeitpunkt ist."

Auf Kollisionskurs mit den eigenen Wertvorstellungen
„In einer Zeit, in der sich viele Menschen und Institutionen, um eigene Vorteile zu schützen, unethisch verhalten und nicht mehr in der Lage sind eine Vertrauensbasis für eine Zusammenarbeit zu schaffen, ist es für mich nicht mehr möglich, das weiterhin zu ertragen. Dieser Punkt, an den wir gelangt sind, steht im Gegensatz zu meiner Sichtweise, zu meiner Lebensbetrachtungsweise, zu meiner Arbeitsweise und zu meinem Moralempfinden. Ich bin der Meinung, dass es besser ist, mich aus dieser Lage heraus zu ziehen und somit auf einige Dinge wieder auf das Wesentliche zu lenken."
In der Hoffnung auf einen Wandel
„Aus diesem Grund habe ich mein Amt, welches ich am 29. Juni 2011 angetreten habe, heute niedergelegt. Ich hoffe, dass mein Handeln dabei helfen kann, diejenigen, die der Sache schädlich waren, herauszukristallisieren und dass die Zukunft des türkischen Fußballs in die richtigen Bahnen gelenkt wird. Weiter hoffe ich, dass die türkische Fußballfamilie den richtigen Weg finden und wählen wird."
Aydinlar verabschiedet sich abschließend noch bei den Vereinspräsidenten, den Sportjournalisten, die sich fair verhalten haben und im Dienste des Fußballs berichteten sowie bei den zahlreichen TFF-Mitarbeitern. Er bedankte sich für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschte sich, dass der türkische Fußball gestärkt aus der leidigen Angelegenheit hervorgehen möge.
Eure Meiunung: Sind das in Euren Augen die wirklichen Gründe für Aydinlars Rücktritt?
Erniedrigende und diffamierende Berichterstattung
„Nach der Erklärung, dass wir als TFF-Vorstand nicht zurücktreten werden, haben einige Fußballkommentatoren sehr erniedrigende und sogar diffamierende Kommentare abgegeben. Das hat mich dazu gebracht, meine Situation erneut zu überdenken", so Aydinlar.
Auch CAS und UEFA bekommen ihr Fett
„Der CAS-Richter Kismet Erkiner hat in einer Nachrichtensendungen über einige Berichte der CAS gesprochen. Ich habe daraufhin die Richtigkeit dieser Aussagen geprüft und festgestellt, dass am 06. September 2011 und am 03. November 2011 diese Berichte der TFF zugestellt wurden. Daraus konnte ich ersehen, dass die UEFA gegenüber der CAS gänzlich andere Aussagen getätigt hat, als gegenüber unserer Seite. Diese Vorgehensweise des Dachverbandes des europäischen Fußballs zeigt deutlich auf, wie wenig vertrauenswürdig und wie wenig aufrichtig die ganze Situation zu jetzigen Zeitpunkt ist."

Auf Kollisionskurs mit den eigenen Wertvorstellungen
„In einer Zeit, in der sich viele Menschen und Institutionen, um eigene Vorteile zu schützen, unethisch verhalten und nicht mehr in der Lage sind eine Vertrauensbasis für eine Zusammenarbeit zu schaffen, ist es für mich nicht mehr möglich, das weiterhin zu ertragen. Dieser Punkt, an den wir gelangt sind, steht im Gegensatz zu meiner Sichtweise, zu meiner Lebensbetrachtungsweise, zu meiner Arbeitsweise und zu meinem Moralempfinden. Ich bin der Meinung, dass es besser ist, mich aus dieser Lage heraus zu ziehen und somit auf einige Dinge wieder auf das Wesentliche zu lenken."
In der Hoffnung auf einen Wandel
„Aus diesem Grund habe ich mein Amt, welches ich am 29. Juni 2011 angetreten habe, heute niedergelegt. Ich hoffe, dass mein Handeln dabei helfen kann, diejenigen, die der Sache schädlich waren, herauszukristallisieren und dass die Zukunft des türkischen Fußballs in die richtigen Bahnen gelenkt wird. Weiter hoffe ich, dass die türkische Fußballfamilie den richtigen Weg finden und wählen wird."
Aydinlar verabschiedet sich abschließend noch bei den Vereinspräsidenten, den Sportjournalisten, die sich fair verhalten haben und im Dienste des Fußballs berichteten sowie bei den zahlreichen TFF-Mitarbeitern. Er bedankte sich für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschte sich, dass der türkische Fußball gestärkt aus der leidigen Angelegenheit hervorgehen möge.
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