|
|
Stimmen zum Rücktritt der TFF-Verbandsführung
Heute hat der türkische Verband den Rücktritt von Präsident Mehmet Ali Aydinlar und seinen Stellvertretern Göksel Gümüsdag und Lütfi Aribogan bekanntgegeben! Wohin geht der Weg?
Von Christian Ehrhardt
unknown
Istanbul. Nachdem der Präsident des TFF, der Türkiye Futbol Federasyonu, Mehmet Ali Aydinlar und seine Stellvertreter Göksel Gümüsdag und Lütfi Aribogan ihre Ämter niedergelegt haben, trudeln nach und nach erste Stimmen dazu ein. Wie zu erwarten war Yildirim Demirören, Präsident von Besiktas Istanbul und Vorsitzender des Verbands der Vereine, des Kulüpler Birligi, der erste Vereinsoffizielle, von dem ein offizielles Statement zu erlangen war. Demirören war einer der Vereinspräsidenten, die der Führungsriege des TFF am 26. Januar des Jahres auf einer Generalversammlung nahelegten, die Vertrauensfrage zu stellen und zurück zu treten.
Demirören analysiert den Rücktritt auf seine Weise
Gegenüber den Nachrichtenagentur Dogan sagte Yildirim Demirören: „Mein spontaner Gedanke zum Rücktritt von Mehmet Ali Aydinlar ist, dass er mit dem jetzigen Rücktritt beweisen wollte, er alleine entscheidet über den Zeitpunkt eines Rücktritts. Wir hatten ihm nahegelegt, auf der Generalversammlung die Vertrauensfrage zu stellen, was er da kategorisch ablehnte. Ich sehe den Rücktritt trotzdem mit gemischten Gefühlen, denn es könnten dadurch noch härtere Zeiten auf den türkischen Fußball und die Klubs zukommen. Bis zum 27. Februar (der bisher bekannte Termin der außerordentlichen Generalversammlung mit möglichen Neuwahlen bei der TFF, Anmerkung der Redaktion) könnte es noch weitere überraschende Entwicklungen geben.“
Wie wird die UEFA auf die Führungslosigkeit reagieren?
Mit großer Spannung wird man beobachten dürfen, wie die UEFA auf den überraschenden Rücktritt mit der damit verbundenen Führungslosigkeit im türkischen Verband reagieren wird. Die Konsequenzen, was natürlich rein spekulativ ist, könnten gravierend sein. In Expertenkreisen gerade in der Türkei wird hinter vorgehaltener Hand davon gemunkelt, man gehe von einer mehrjährigen Sperre für internationale Wettbewerbe aus, die alle türkischen Klubs inklusive der Nationalmannschaft betreffen würde.
Rücktritt aus Angst vor Repressalien?
Schon BJK-Präsident Yildirim Demirören, Offizielle vom türkischen Rekordmeister Fenerbahce Istanbul und diverse Präsidenten kleinerer Klubs warfen den Funktionären der TFF hinsichtlich des Manipulationsskandals Versagen vor und legten ihnen nahe, den Rücktritt zu wählen. Auch die UEFA sah den türkischen Verband zuletzt kritisch, da man von dort aus den Rückzug von Fener aus der Champions League ohne ordentliches Verfahren in die Wege geleitet habe.
Weitere Stimmen zum Rücktritt, die kollektiv gegenüber der Hürriyet und via diverse TV-Sender gemacht wurden.
Sadri Sener, Präsident von Trabzonspor, sagt zu dem überraschenden Rücktritt: „Durch den auch für uns überraschenden Rücktritt ist keine gute Situation entstanden. Senes Erzik kann leider wegen seines hohen Alters nicht Präsident werden. Dass ich die Präsidentschaft übernehme, kommt auch nicht in Frage. Gute wäre es, würde man Aydinlar gut zu zu reden, damit er doch weiter Präsident bleibt. Ich versuche ihn schon die ganze Zeit telefonisch zu erreichen, kann ihn aber leider nicht ans Telefon bekommen. Vielleicht habe ich morgen mehr Glück. Bis zum 27. Februar haben wir zwei Spiele im europäischen Wettbewerb zu bestreiten und wie dann noch mit den Widrigkeiten umgehen werden, ist derzeit ungewiss."
Sener weiter: „Ich hatte ein gutes Verhältnis mit Aydinlar und wir haben gestern zuletzt mit ihm gesprochen. Was ihn zu dem so plötzlichen Rücktritt bewegt hat werden wird wohl in den nächsten Tagen erfahren. Gestern haben der Präsident von Kayserispor, von Antalyaspor und ich Aydinlar getroffen, uns unterhalten und danach die bekannte Pressemitteilung veröffentlicht. Bis auf das Präsidium von Fenerbahce waren alle Offiziellen einverstanden mit dieser Mitteilung. Danach haben wir Aydinlar erklärt, dass wir als Vereine voll hinter ihm stehen und ich weiß wirklich nicht, was zwischenzeitlich geschehen ist. Bei diesem Treffen hat Mehmet Ali Aydinlar uns einige Dinge über das Verfahren mit der CAS erzählt, aber ich glaube nicht, dass die anhängige Untersuchung ursächlich für den überhasteten Rücktritt ist. Was wir auch tun, sein Telefon ist abgeschaltet und er momentan nicht für uns erreichbar, die wir ihm den Rücken stärken wollten. Lütfi Aribogan verweigert sich wie üblich der Gespräche und wird morgen wohl wie stets sagen, er habe die Anrufe nicht wahrgenommen und nicht gesehen.“
Ibrahim Yazici, Präsident von Bursaspor: „Wir sind hochgradig verwirrt und erstaunt, dass der Vorstand zurückgetreten ist und warten gespannt auf Meldungen zu Gründen sowie auf das, was da folgen mag.“

Ilhan Cavcav, Präsident von Genclerbirligi: „Ich bin sehr traurig. Es war weder der richtige Moment, noch die richtige Gelegenheit, um jetzt einen Rücktritt zu vollziehen. Die Leute, die Mehmet Ali Aydinlar dazu gebracht haben, müssen das jetzt erst einmal beantworten. Wahrscheinlich werde die, die ihn zum Rücktritt getrieben habe, nun verstehen, welche Verantwortung sie in der Sportgeschichte der Türkei damit auf sich geladen haben.“
Sami Altinyuva, Präsident von Ankaragücü: „Der sehr verehrte Herr Aydinlar hat für mich bis heute das Beste für den türkischen Fußball geleistet, was in seinen Händen lag und er hat sich auch mit großer innerlicher Verbundenheit um uns Klubs gekümmert. Er konnte jedoch wegen des Manipulationsskandals all seine Vorhaben leider nicht verwirklichen. Nach meiner Meinung hätte er nicht zurücktreten sollen und müssen, ich habe jedoch seine Entscheidung zu akzeptieren.“
Halil Ünal, Präsident von Eskisehirspor: „Der Vorsitzende und seine Mitarbeiter hatten nach unseren Gesprächen vom gestrigen Tag erklärt, dass sie nicht zurücktreten werden. Heute haben sie urplötzlich ihren Rücktritt beschlossen. Wir sind noch dabei diese Situation zu bewerten und zu analysieren. Nach einigen Beratungen werden wir eine detaillierte Erklärung abgeben.“
Nevzat Sahin, Präsident von Kardemir Karabükspor: „Dieses Rücktrittserdbeben bei der TFF wird den türkischen Fußball ins absolute Chaos stürzen. Wir nehmen die Rücktrittserklärung des Vorstands mit Bedauern zur Kenntnis. Wir hatten ihnen unsere Unterstützung zugesichert, dass sie weiterhin ihre Arbeit machen können. Das was nun passiert ist, kann man nicht als gut ansehen und das Chaos wird in diesem Jahr auch weiter den türkischen Fußball regieren. Hoffentlich kommen alle Vereine noch unbehelligt aus dieser immer schwerwiegender werdenden Krise heraus.“

Kazim Yilmaz, Präsident von Samsunspor: „Wir nehmen den Rücktritt mit absolutem Bedauern auf. Wir als Klub stehen voll hinter Mehmet Ali Aydinlar und können nicht nachvollziehen, wieso er diesen Entschluss gefasst hat. Wir staunen über diese Entscheidung und bedauern es sehr. Wir wissen nicht wo hin der türkische Fußball nun driften wird. Es wird bald Wahlen geben und ich hoffe, dass alle Probleme sehr zeitnah gelöst werden und der türkische Fußball sich aus dieser Chaossituation befreien kann.“
Nedim Türkmen, Präsident von Orduspor: „Diese Entscheidung ist eine wirkliche Überraschung für uns. Der türkische Fußball durchläuft eine sehr wichtige Phase und das Chaos dürfte sich dadurch noch weiter verschlimmern. Wir werden im Kampf gegen die Manipulationsaffäre weitere drei bis vier Monate verlieren. Wer der neue Präsident sein wird und wie er die Probleme lösen wird, das sind die Frage, die sich aktuell stellen. Die Saison 2011/2012 wird eine Saison sein, die wir alle so schnell wie möglichst aus unserem Gedächtnis werden streichen müssen. Es wäre besser gewesen, wäre der Rücktritt nicht gekommen und das Präsidium hätte die Arbeit beendet, die sie angefangen haben.“
Goal.com-Analyse
Es besteht die große Gefahr, dass der heutige Tag bleibende Schäden beim türkischen Fußball hinterlassen wird. Einige angesehen Sportjournalisten vermelden sogar, dass der türkische Fußball heute verstorben wäre. Sicher ist aber, es wäre wahrscheinlich richtiger gewesen, in der jetzigen Lage nicht das Handtuch zu werfen. Es kann nur sein, dass die Lage so vertrackt ist, dass keinerlei Lösungswege mehr geblieben wären. Wahrscheinlicher wird es aber so sein, dass der Vorstand von dritter Hand beraten wurde – und das leider höchstwahrscheinlich zum Nachteil des türkischen Fußballs. Zu jedem früheren Zeitpunkt wäre ein Rücktritt erklärbar gewesen, aber jetzt, wo sich das Gros der Vereine hinter den Vorstand stellt, macht der Schritt keinerlei Sinn.Das Chaos im türkischen Fußball wird durch diesen Schritt eher nicht gemildert, sondern vielmehr potenziert.

Wer die letzten Tage mit allen Aussagen Revue passieren lässt, kommt nicht umhin festzustellen, mit welchem Dilettantismus operiert wurde. Das Hin und Her ist beschämend für ein Fußball-Land wie die Türkei. Es bleibt abzuwarten, was Hüsnü Güreli in den kommenden Tagen verkünden wird. Er tritt bis zum 27. Februar jedenfalls ein schweres Erbe an und hat eine undankbare Aufgabe übernommen. Fachkompetenz wird man Güreli jedenfalls nicht absprechen können – nur bleibt es fraglich, wie und was er umsetzt. Es bleibt jedenfalls zu hoffen, dass Güreli der Weiterbestand des türkischen Fußballs so sehr am Herzen liegt, wie er in den aktuellen Interviews nicht müde wird zu betonen.
Im Anschluss an diese Zusammenfassung wird auch der wichtigste Mann des Tages, Mehmet Ali Aydinlar, zu Wort kommen und das offizielle Statement des ehemaligen Präsidenten des TFF wird für die Leser von Goal.com-Deutschland übersetzt online gehen. Das und alle weiteren Informationen in Kürze...
Eure Meinung: Droht wirklich das große und totale Chaos, wie einige Vereinspräsidenten orakeln oder können wir bald sagen "Alles wird gut"?
Demirören analysiert den Rücktritt auf seine Weise
Gegenüber den Nachrichtenagentur Dogan sagte Yildirim Demirören: „Mein spontaner Gedanke zum Rücktritt von Mehmet Ali Aydinlar ist, dass er mit dem jetzigen Rücktritt beweisen wollte, er alleine entscheidet über den Zeitpunkt eines Rücktritts. Wir hatten ihm nahegelegt, auf der Generalversammlung die Vertrauensfrage zu stellen, was er da kategorisch ablehnte. Ich sehe den Rücktritt trotzdem mit gemischten Gefühlen, denn es könnten dadurch noch härtere Zeiten auf den türkischen Fußball und die Klubs zukommen. Bis zum 27. Februar (der bisher bekannte Termin der außerordentlichen Generalversammlung mit möglichen Neuwahlen bei der TFF, Anmerkung der Redaktion) könnte es noch weitere überraschende Entwicklungen geben.“
Wie wird die UEFA auf die Führungslosigkeit reagieren?
Mit großer Spannung wird man beobachten dürfen, wie die UEFA auf den überraschenden Rücktritt mit der damit verbundenen Führungslosigkeit im türkischen Verband reagieren wird. Die Konsequenzen, was natürlich rein spekulativ ist, könnten gravierend sein. In Expertenkreisen gerade in der Türkei wird hinter vorgehaltener Hand davon gemunkelt, man gehe von einer mehrjährigen Sperre für internationale Wettbewerbe aus, die alle türkischen Klubs inklusive der Nationalmannschaft betreffen würde.
Rücktritt aus Angst vor Repressalien?
Schon BJK-Präsident Yildirim Demirören, Offizielle vom türkischen Rekordmeister Fenerbahce Istanbul und diverse Präsidenten kleinerer Klubs warfen den Funktionären der TFF hinsichtlich des Manipulationsskandals Versagen vor und legten ihnen nahe, den Rücktritt zu wählen. Auch die UEFA sah den türkischen Verband zuletzt kritisch, da man von dort aus den Rückzug von Fener aus der Champions League ohne ordentliches Verfahren in die Wege geleitet habe.
Weitere Stimmen zum Rücktritt, die kollektiv gegenüber der Hürriyet und via diverse TV-Sender gemacht wurden.
Sadri Sener, Präsident von Trabzonspor, sagt zu dem überraschenden Rücktritt: „Durch den auch für uns überraschenden Rücktritt ist keine gute Situation entstanden. Senes Erzik kann leider wegen seines hohen Alters nicht Präsident werden. Dass ich die Präsidentschaft übernehme, kommt auch nicht in Frage. Gute wäre es, würde man Aydinlar gut zu zu reden, damit er doch weiter Präsident bleibt. Ich versuche ihn schon die ganze Zeit telefonisch zu erreichen, kann ihn aber leider nicht ans Telefon bekommen. Vielleicht habe ich morgen mehr Glück. Bis zum 27. Februar haben wir zwei Spiele im europäischen Wettbewerb zu bestreiten und wie dann noch mit den Widrigkeiten umgehen werden, ist derzeit ungewiss."
Sener weiter: „Ich hatte ein gutes Verhältnis mit Aydinlar und wir haben gestern zuletzt mit ihm gesprochen. Was ihn zu dem so plötzlichen Rücktritt bewegt hat werden wird wohl in den nächsten Tagen erfahren. Gestern haben der Präsident von Kayserispor, von Antalyaspor und ich Aydinlar getroffen, uns unterhalten und danach die bekannte Pressemitteilung veröffentlicht. Bis auf das Präsidium von Fenerbahce waren alle Offiziellen einverstanden mit dieser Mitteilung. Danach haben wir Aydinlar erklärt, dass wir als Vereine voll hinter ihm stehen und ich weiß wirklich nicht, was zwischenzeitlich geschehen ist. Bei diesem Treffen hat Mehmet Ali Aydinlar uns einige Dinge über das Verfahren mit der CAS erzählt, aber ich glaube nicht, dass die anhängige Untersuchung ursächlich für den überhasteten Rücktritt ist. Was wir auch tun, sein Telefon ist abgeschaltet und er momentan nicht für uns erreichbar, die wir ihm den Rücken stärken wollten. Lütfi Aribogan verweigert sich wie üblich der Gespräche und wird morgen wohl wie stets sagen, er habe die Anrufe nicht wahrgenommen und nicht gesehen.“
Ibrahim Yazici, Präsident von Bursaspor: „Wir sind hochgradig verwirrt und erstaunt, dass der Vorstand zurückgetreten ist und warten gespannt auf Meldungen zu Gründen sowie auf das, was da folgen mag.“

Ilhan Cavcav, Präsident von Genclerbirligi: „Ich bin sehr traurig. Es war weder der richtige Moment, noch die richtige Gelegenheit, um jetzt einen Rücktritt zu vollziehen. Die Leute, die Mehmet Ali Aydinlar dazu gebracht haben, müssen das jetzt erst einmal beantworten. Wahrscheinlich werde die, die ihn zum Rücktritt getrieben habe, nun verstehen, welche Verantwortung sie in der Sportgeschichte der Türkei damit auf sich geladen haben.“
Sami Altinyuva, Präsident von Ankaragücü: „Der sehr verehrte Herr Aydinlar hat für mich bis heute das Beste für den türkischen Fußball geleistet, was in seinen Händen lag und er hat sich auch mit großer innerlicher Verbundenheit um uns Klubs gekümmert. Er konnte jedoch wegen des Manipulationsskandals all seine Vorhaben leider nicht verwirklichen. Nach meiner Meinung hätte er nicht zurücktreten sollen und müssen, ich habe jedoch seine Entscheidung zu akzeptieren.“
Halil Ünal, Präsident von Eskisehirspor: „Der Vorsitzende und seine Mitarbeiter hatten nach unseren Gesprächen vom gestrigen Tag erklärt, dass sie nicht zurücktreten werden. Heute haben sie urplötzlich ihren Rücktritt beschlossen. Wir sind noch dabei diese Situation zu bewerten und zu analysieren. Nach einigen Beratungen werden wir eine detaillierte Erklärung abgeben.“
Nevzat Sahin, Präsident von Kardemir Karabükspor: „Dieses Rücktrittserdbeben bei der TFF wird den türkischen Fußball ins absolute Chaos stürzen. Wir nehmen die Rücktrittserklärung des Vorstands mit Bedauern zur Kenntnis. Wir hatten ihnen unsere Unterstützung zugesichert, dass sie weiterhin ihre Arbeit machen können. Das was nun passiert ist, kann man nicht als gut ansehen und das Chaos wird in diesem Jahr auch weiter den türkischen Fußball regieren. Hoffentlich kommen alle Vereine noch unbehelligt aus dieser immer schwerwiegender werdenden Krise heraus.“

Kazim Yilmaz, Präsident von Samsunspor: „Wir nehmen den Rücktritt mit absolutem Bedauern auf. Wir als Klub stehen voll hinter Mehmet Ali Aydinlar und können nicht nachvollziehen, wieso er diesen Entschluss gefasst hat. Wir staunen über diese Entscheidung und bedauern es sehr. Wir wissen nicht wo hin der türkische Fußball nun driften wird. Es wird bald Wahlen geben und ich hoffe, dass alle Probleme sehr zeitnah gelöst werden und der türkische Fußball sich aus dieser Chaossituation befreien kann.“
Nedim Türkmen, Präsident von Orduspor: „Diese Entscheidung ist eine wirkliche Überraschung für uns. Der türkische Fußball durchläuft eine sehr wichtige Phase und das Chaos dürfte sich dadurch noch weiter verschlimmern. Wir werden im Kampf gegen die Manipulationsaffäre weitere drei bis vier Monate verlieren. Wer der neue Präsident sein wird und wie er die Probleme lösen wird, das sind die Frage, die sich aktuell stellen. Die Saison 2011/2012 wird eine Saison sein, die wir alle so schnell wie möglichst aus unserem Gedächtnis werden streichen müssen. Es wäre besser gewesen, wäre der Rücktritt nicht gekommen und das Präsidium hätte die Arbeit beendet, die sie angefangen haben.“
Goal.com-Analyse
Es besteht die große Gefahr, dass der heutige Tag bleibende Schäden beim türkischen Fußball hinterlassen wird. Einige angesehen Sportjournalisten vermelden sogar, dass der türkische Fußball heute verstorben wäre. Sicher ist aber, es wäre wahrscheinlich richtiger gewesen, in der jetzigen Lage nicht das Handtuch zu werfen. Es kann nur sein, dass die Lage so vertrackt ist, dass keinerlei Lösungswege mehr geblieben wären. Wahrscheinlicher wird es aber so sein, dass der Vorstand von dritter Hand beraten wurde – und das leider höchstwahrscheinlich zum Nachteil des türkischen Fußballs. Zu jedem früheren Zeitpunkt wäre ein Rücktritt erklärbar gewesen, aber jetzt, wo sich das Gros der Vereine hinter den Vorstand stellt, macht der Schritt keinerlei Sinn.Das Chaos im türkischen Fußball wird durch diesen Schritt eher nicht gemildert, sondern vielmehr potenziert.

Wer die letzten Tage mit allen Aussagen Revue passieren lässt, kommt nicht umhin festzustellen, mit welchem Dilettantismus operiert wurde. Das Hin und Her ist beschämend für ein Fußball-Land wie die Türkei. Es bleibt abzuwarten, was Hüsnü Güreli in den kommenden Tagen verkünden wird. Er tritt bis zum 27. Februar jedenfalls ein schweres Erbe an und hat eine undankbare Aufgabe übernommen. Fachkompetenz wird man Güreli jedenfalls nicht absprechen können – nur bleibt es fraglich, wie und was er umsetzt. Es bleibt jedenfalls zu hoffen, dass Güreli der Weiterbestand des türkischen Fußballs so sehr am Herzen liegt, wie er in den aktuellen Interviews nicht müde wird zu betonen.
Im Anschluss an diese Zusammenfassung wird auch der wichtigste Mann des Tages, Mehmet Ali Aydinlar, zu Wort kommen und das offizielle Statement des ehemaligen Präsidenten des TFF wird für die Leser von Goal.com-Deutschland übersetzt online gehen. Das und alle weiteren Informationen in Kürze...
Eure Meinung: Droht wirklich das große und totale Chaos, wie einige Vereinspräsidenten orakeln oder können wir bald sagen "Alles wird gut"?
Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf
oder werde Fan von Goal.com auf
!
Transfermarkt LIVE! Alle Winterwechsel auf Goal.com!
Wie bleibt ihr unterwegs am Ball? Verpasst kein Ergebnis mehr!
Transfermarkt LIVE! Alle Winterwechsel auf Goal.com!
Wie bleibt ihr unterwegs am Ball? Verpasst kein Ergebnis mehr!
Goal.com-Flutlicht
/* empty because this one does not have controls */?>
-
Teenager-Tränen: Als Cristiano Ronaldo bei der Heim-EM 2004 nur Zweiter wurde
EXKLUSIV - Goal.com veröffentlicht exklusive Inhalte aus Luca Caiolis Buch „Ronaldo: Leidenschaft zur Perfektion“. Heute dreht sich alles um das Finale der EM 2004.
-
EXKLUSIV - Higuain-Berater stellt klar: „Gonzalo wird Real Madrid nicht verlassen.“
EXKLUSIV – Der Agent von Stürmerstar Gonzalo Higuian schiebt den Wechselspekulationen um seinen Schützling gegenüber Goal.com einen Riegel vor.
-
Sieger, Enttäuschungen, Torschützenkönig: Die Goal.com-Redaktionstipps zur EM
Bald geht es endlich los - der Startschuss zur Euro fällt! Die Goal.com-Redaktion hat im Kicktipp-EM-Spezial einmal einige Szenarien durchgespielt und diverse Tipps abgegeben.
-
Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de!
Ob Bundesliga, Fußball International oder EM 2012 - Tippe jetzt online gegen Freunde und Kollegen in deiner eigenen Tipprunde