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Die Anhängerschaft Zenits verlangte am Montag vom Präsidium des russischen Meisters, dass weder jetzt noch in Zukunft Dunkelhäutige oder Homosexuelle für Zenit auflaufen.

St. Petersburg. Am Montag stellte der größte Fanclub Zenit St. Petersburgs die obskure Forderung, dass der russische Verein keine Spieler spezieller ethnischer Herkunft oder sexueller Orientierung verpflichtet. Sowohl das Vorstands-Gremium als auch Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer bezogen mit klaren Worten Stellung.

Beiersdorfer weist Fan-Forderung entschieden zurück

„Wir wählen unsere Spieler ohne Rücksicht auf Herkunft, Religion oder Hautfarbe aus“, sagte der seit August als Sportdirektor in St. Petersburg arbeitende Beiersdorfer laut kicker.

„Es gibt absolut keine Politik bei Zenit, die Spielerauswahl in irgendeiner oberflächlichen Weise zu beschränken. Die einzige Beschränkung ist die Qualität eines Spielers“, so die unmissverständliche Äußerung des ehemaligen HSV-Verantwortlichen zur Forderung des Zenit-Fanclubs „Landskrona“.

Die größte organisierte Anhängerschaft von Zenit hatte seine Forderung in Form eines „Manifests“ an die Funktionäre des Vereins aus der Zarenstadt geschickt.

„Wir sind keine Rassisten, aber wir halten es für eine wichtige Tradition, dass es bei Zenit keine schwarzen Spieler gibt“, hieß es in den widersprüchlichen Äußerungen des an den Klub adressierten Briefes.
Außerdem behaupteten die Anhänger, dass schwule Spieler ihrer „großartigen Stadt unwürdig“ seien.



Vereinsobrigkeit setzt auf Bildung von Toleranz

Bis zur Verpflichtung Hulks im Sommer, war Zenit der einzige Verein in Russlands Elite-Liga, der keinen dunkelhäutigen Spieler in seinem Kader hatte. Die Vereinsführung lehnte die anmaßenden Forderungen nun entschieden ab. Trainer Luciano Spalletti warb für Toleranz. Er wolle Initiativen gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierungen jeglicher Art unterstützen.

„Ich selbst versichere, dass ich alles tun werde, um denjenigen zu helfen, die versuchen, den Leuten zu erklären, was Toleranz ist.“

EURE MEINUNG: Wird international nicht genug gegen Rassismus und Diskriminierung unternommen?

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