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Nach seiner Verpflichtung im Sommer könnte für den Brasilianer die Zeit an der Newa schon bald wieder vorbei sein. Die ausgegebenen Saisonziele scheinen fast schon unerreichbar.

St. Petersburg. Um in dieser Saison national und international angreifen zu können, hat Zenit St. Petersburg ganze 90 Millionen Euro für den brasilianischen Nationalspieler Hulk und den Belgier Axel Witsel ausgegeben. Doch bislang läuft es für den Klub von Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer alles andere als rund. Hulk denkt bereits an einen schnellen Abschied.

Kerschakow und Denissow zwischenzeitlich strafversetzt

Mit der Verpflichtung von Hulk und Witsel ist das Gehaltsgefüge der Mannschaft durcheinandergeworfen worden und zuletzt mussten sogar die beiden Leistungsträger Alexander Kerschakow und Igor Denissow in der zweiten Mannschaft spielen – strafversetzt, weil sie verbesserte Verträge forderten. Zumindest Kerschakow spielt zwar mittlerweile wieder in der ersten Mannschaft, doch die Probleme sind nicht ausgestanden.

Putin: „Geld des Sponsors, nicht das des Staates“

Russlands Präsident Wladimir Putin, selbst großer Fan von Zenit St. Petersburg, musste am Mittwoch vor dem Champions-League-Spiel gegen den AC Mailand Vorwürfe entkräften, der Staat gebe zu viel Geld für den Verein aus. „Der Verein gibt das Geld des Sponsors aus, nicht das des Staates. Ich beschwere mich auch manchmal. Aber ich möchte betonen, dass nicht die Regierung die Spieler kauft“, sagte er laut BZ.

Hauptsponsor des Vereins aus Putins Heimatstadt ist jedoch das halbstaatliche Gasunternehmen „Gazprom“, der größte Arbeitgeber des Landes. Russlands Ministerpräsident Dimitri Medwedjew war selbst lange Zeit Aufsichtsratsvorsitzender des Gasriesen. Auch er ist glühender Anhänger von Zenit St. Petersburg.

Bombenattrappe auf dem Trainingsgelände

Als wären diese Spekulationen nicht genug, zeigen sich mittlerweile Widerstände einiger Fans gegen die ausländischen Stars. Auf dem Trainingsgelände wurde ein Rucksack mit einer Bombenattrappe gefunden, auf der sich ein Foto von Hulk mit der Aufschrift „Hulk Out!“ befand.

Nicht zuletzt deshalb soll der Brasilianer bereits über einen Abschied aus Russland nachdenken. Auch die sportliche Lage des Vereins ist aktuell kein zwingendes Argument zu bleiben, denn der russische Meister steht nach zehn Spieltagen nur auf Platz sieben der Tabelle. Beim Auftakt der Champions League ging man gegen den FC Malaga mit 0:3 sang- und klanglos unter.

Kuriose Vorschläge der Kommunistischen Partei

Der St. Petersburger Zweig der Kommunistischen Partei hatte für die Misere laut BZ eine ganz eigene Lösung: In einem offenen Brief an Wladimir Putin forderte man für die „hässlichen, egoistischen und gierigen“ Spieler einen „strengen Vorgesetzten aus Nordkorea“ und die Entlassung von Trainer Luciano Spalletti. Zenit äußerte sich zu diesen Vorschlägen bislang nicht.

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