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Ralf Rangnick will bei Red Bull auf die Jugend setzen

Ralf Rangnick setzt auf junge Spieler: "Starke Argumente" für Red Bull

Ralf Rangnick will bei Red Bull auf die Jugend setzen

AFP

Der Sportdirektor von Red Bull Salzburg sieht die Mannschaft auf dem richtigen Weg. In Zukunft soll noch mehr auf junge Talente gesetzt werden.

Salzburg. Sportdirektor Ralf Rangnick sieht Red Bull Salzburg nach der Neuausrichtung auf dem richtigen Weg. Den Schwerpunkt auf junge Spieler zu setzen zahle sich aus: In der kommenden Saison könne die Mannschaft auch international angreifen.

"Wir sind richtig gut drauf. Neben dem Spiel nach vorn, das letzte Saison schon stark war, verteidigt die Mannschaft nun als Team aggressiver und überzeugt auch läuferisch", erklärte Rangnick, der auch für RB Leipzig verantwortlich ist, dem kicker.

Nach dem enttäuschenden Aus gegen den luxemburgischen Meister F91 Düdelingen in der Champions-League-Qualifikation des vergangenen Jahres soll Salzburg in diesem Jahr voll angreifen: "Wir können Düdelingen vergessen machen, indem wir jetzt auch international einen weiteren Schritt nach vorne machen. In der Champions League traut uns diesmal ohnehin keiner etwas zu."

In Zukunft Spielertausch zwischen Salzburg und Leipzig?

Wechsel innerhalb von Red Bull in Zukunft vorstellbar

Rangnick nimmt dafür auch die Gefahr in Kauf, dass die jungen Spieler nach erfolgreichen Auftritten in der Königsklasse abgeworben werden könnten. "Wir haben diese jungen Spieler ja auch geholt, weil wir ihnen hier die Möglichkeit geben können, sich weiterzuentwickeln, um dann vielleicht den Sprung in eine der vier Topligen zu schaffen", so der 55-Jährige.

In Zukunft könne Red Bull selbst den Spielern vielleicht diese Möglichkeit bieten: "Wir hoffen natürlich, dass wir irgendwann mit Leipzig auch dazugehören. Dann wäre es vorstellbar, dass ein Spieler innerhalb von Red Bull in die deutsche Bundesliga wechselt."

Auch aktuell wurde ein Spieler innerhalb der Red-Bull-Klubs hin- und hergeschickt. Nils Quaschner wechselte von Hansa Rostock zu Red Bull, soll zuerst beim "Farmteam" Liefering behutsam aufgebaut werden und anschließend in die deutsche oder österreichische Bundesliga gehen.

"Starke Argumente, dass junge Toptalente kommen"

Bis es so weit ist, müsse der Verein damit leben, dass größere Vereine mehr Strahlkraft für die Spieler hätten: "Wir wollten Spieler haben, egal ob für Salzburg oder Leipzig, für die wir der nächste Karriereschritt sind - und nicht der letzte. Wenn man überlegt, dass in sieben Jahren Red Bull mit Marc Janko nur ein einziger Spieler für mehr Geld aus Salzburg wegging, als man vorher für ihn bezahlte, dann erscheint mir das nicht logisch."

Deshalb habe Red Bull sich in den letzten Jahren darauf konzentriert, optimale Voraussetzungen für junge Talente zu bieten. "Durch hochqualifizierte Jugendtrainer und die neue Akademie, die demnächst fertig ist, haben wir starke Argumente, dass junge Toptalente zu uns kommen", betonte Rangnick.

Der ehemalige Bundesliga-Trainer ist seit Juni 2012 Sportdirektor von Red Bull Salzburg und RB Leipzig. Als solcher ist er vor allem für die Gesamtausrichtung der Vereine und Synergieeffekte zwischen den Mannschaften zuständig.

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