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Ralf Rangnick ist seit rund drei Monaten im Amt bei Red Bull. Als Sportdirektor verantwortet er die Verein in Leipzig und Salzburg. Nun griff er in Österreich hart durch.

Salzburg. Ralf Rangnick, früher unter anderem Trainer bei 1899 Hoffenheim und Schalke 04, griff nun bei seinem neuen Verein das erste Mal richtig hart durch. Der Sportdirektor von Red Bull Salzburg und RB Leipzig sortierte in Österreich mitten in der Saison fünf weitere Spieler aus. Insgesamt mussten somit bisher 13 gehen, wobei elf Neue kamen.

Rangnick sortiert aus und verpflichtet neu

Leonardo
Nach dem blamablen Aus gegen den Luxemburger Klub Düdelingen in der Champions League-Qualifikation hat Rangnick acht Neue geholt, wobei fünf erst am Donnerstag vorgestellt wurden. Die Defensivspieler Isaac Vorsah und Rodnei sowie die Offensivspieler Sadio Mane, Kevin Kampl und Bright Edomwonyi werden zukünftig für den österreichischen Bundesligisten auflaufen.

Wo neue Spieler kommen, müssen alte weichen. So ist das Geschäft. Sportdirektor Ralf Rangnick und sein Trainer Roger Schmidt strichen die Brasilianer Douglas, Cristiano und Leonardo sowie den Schweden Rasmus Lindgren und den Uruguayer Joaquin Boghossian aus dem Kader, obwohl sie teilweise noch langfristige und gut dotierte Kontrakte besitzen. Dennoch dürfen die Fünf nur noch beim FC Liefering, dem Zweitteam Salzburgs in der Regionalliga West, trainieren.

„Sie werden bei uns keine Rolle mehr spielen“

„Sie werden bei uns keine Rolle mehr spielen“, versicherte Rangnick auf der Pressekonferenz. „Wir werden hier nicht mit 30 Feldspielern trainieren, das macht für niemanden Sinn.“ Einst wurden sie für Millionen nach Salzburg geholt, nun sollen sie schnellstmöglich wieder gehen. „Es gibt Länder, in denen das Transferfenster noch offen ist“, gab Rangnick zu. An den Ablösesummen werde es nicht scheitern. „Wir werden keine horrenden Forderungen stellen.“

„Jetzt geht es darum, eine Mannschaft zu formen“

Weiter sagte Rangnick: „Wir werden den Kader auf 21 oder 22 Feldspieler reduzieren. Das bleibt dann bis Weihnachten so.“ Der Umbruch ist hart und auch kurzfristig, nachdem die Liga schon begonnen hat. Doch das fehlende internationale Format habe zum Handeln gezwungen: „Wir wollen irgendwann die Champions League erreichen. Wir haben gemerkt, dass es nicht so viele Spieler gibt, die dem Anspruch genügen können. Wir müssen versuchen, nicht nur für die österreichische Liga, sondern auch international gut genug zu sein. Was wäre die Alternative gewesen? Hätten wir so weitergemacht wie bisher, hätten wir vielleicht kein ganzes Jahr verloren - aber zumindest ein halbes bis zur Winterpause. Mit dem Kader, den wir jetzt haben, wird es im Winter nur noch kleinere Korrekturen geben. Jetzt geht es darum, eine Mannschaft zu formen.“

„Die Saison beginnt für uns noch einmal neu“

„Ich stehe zu 100 Prozent dahinter“, betonte derweil Trainer Roger Schmidt. „Meine Hauptaufgabe ist es nicht, jeden Spieler zu beobachten. Ich bin in dem Maße miteinbezogen, in dem ein Trainer einbezogen sein soll.“ Nun gehe es darum, zusammenzufinden. „Alte und neue Spieler gibt es für mich jetzt nicht mehr“, erklärte der deutsche Trainer der Österreicher, der von Tabellenplatz drei aus den Meistertitel holen muss. Rangnick: „Die Saison beginnt für uns in dieser Konstellation noch einmal neu.“

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