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Im Prozess um den toten Linienrichter Richard Nieuwenhuizen, der während einem Spiel zusammengeschlagen wurde, haben die Angeklagten auf nicht schuldig plädiert.

Lelystad. Zum Prozessauftakt um den im Dezember 2012 zu Tode geprügelten niederländischen Linienrichter Richard Nieuwenhuizen haben die Angeklagten in Lelystad auf nicht schuldig plädiert.

Vor Gericht stehen sieben minderjährige Fußballspieler und der Vater eines der Angeklagten. Einer der Jungen gab zu, dem Schiedsrichter-Assistenten einen Tritt gegen die Schulter versetzt zu haben.

Nieuwenhuizen nicht an Aderschwäche gestorben

Ein von der Verteidigung hinzugezogener Gutachter aus Kanada hatte zuvor behauptet, Nieuwenhuizen sei nicht an den Folgen der erlittenen Kopfverletzung gestorben, sondern aufgrund einer angeborenen Aderschwäche. Diese These wurde von den im Gerichtssaal anwesenden rechtsmedizinischen Gutachtern jedoch einstimmig widerlegt.

Der Anwalt der Familie von Nieuwenhuizen, Yehudi Moszkowicz, teilte mit, man werde von den Tätern eine Schadenersatzzahlung in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro verlangen. Nieuwenhuizen war am 2. Dezember 2012 im Alter von 41 Jahren nach einem Jugend-Fußballspiel in Almere zusammengeschlagen worden und einen Tag später verstorben.