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Der ehemalige Nationaltrainer forderte nach Afellays Verletzung 2012 mehr Einsätze für ihn bei Barcelona. Aber das Trainergespann um Guardiola erwies sich als stur.

Amsterdam. Der ehemalige Nationaltrainer der Niederlande, Bert van Marwijk, berichtete in einer TV-Sendung über die Situation von Ibrahim Afellay beim FC Barcelona und zeigte sich enttäuscht über die Einstellung des damaligen Trainers Pep Guardiola.

Kontakt mit Barca, um Afellays Genesung zu begleiten

Van Marwijk erinnerte sich in der niederländischen Fernsehsendung Derksen&: „Afellay war für unsere Mannschaft sehr wichtig. Als er sich im letzten Jahr am Knie verletzte, waren ich natürlich sehr enttäuscht.“ Daraufhin stand van Marwijk in stetigem Kontakt mit Afellays damaligen Klub Barcelona, um eine schnellstmögliche Genesung zu begleiten.

Guardiola nicht kooperativ

Barca zeigte sich aber nicht hilfsbereit, berichtet der ehemalige Nationaltrainer. „Es war enttäuschend für mich, dass sie „Ibi“ hinsichtlich der Europameisterschaft 2012 nicht mehr Spielminuten einräumten“, so van Marwijk kritisch. Er aktivierte gar niederländisch-katalanische Kontakte: „Ich habe sogar meine früheren Assistenten Frank de Boer und Philip Cocu gebeten, mit Guardiola darüber zu sprechen.“ Aber auch dies war ohne Erfolg, denn „der Barcelona-Trainer zeigte sich nicht kooperativ“, wie van Marwijk enttäuscht feststellte.

Van Marwijk: „Barcelona hätte Afellay helfen müssen“

Als dessen Arbeitgeber „hätte Barcelona Afellay helfen müssen, denn er wollte die Euro 2012 spielen“, so der Vorwurf des 60-Jährigen, der die Niederländer von 2008 bis 2012 trainierte.
„Natürlich muss Guardiola auf seine eigenen Ziele schauen. Aber er hat soviele junge Talente in der ersten Mannschaft eingesetzt, dass er durchaus auch Afellay hätte spielen lassen können“, so van Marwijk abschließend.

Der Niederländer Ibrahim Afellay steht seit August 2012 beim FC Schalke 04 im Dienst. Das Leihgeschäft der Gelsenkirchener läuft bis zum Ende dieser Saison, danach besteht eine Kaufoption gegenüber Barcelona, wo Afellay noch einen Vertrag bis 2015 hat.

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