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Besiktas hat mit Jermaine Jones einen potenziellen Publikumsliebling verpflichtet – spielt er schon gegen Kayseri? Fener marschiert weiter, Mancini muss liefern.

Istanbul. 19. Spieltag in der Süper Lig: Besiktas hat mit Jermaine Jones einen potenziellen Publikumsliebling verpflichtet – spielt er schon gegen Kayseri? Fenerbahce marschiert weiter, Abwehrchef Bruno Alves sieht die Meisterschaft fast schon als gesichert. Bei Galatasaray muss Roberto Mancini Ergebnisse liefern und baut erstmal den ganzen Kader um.

Besiktas - Kayseri Erciyesspor (Freitag, 19 Uhr)

Nach dem 1:1 in Trabzon hat Besiktas schon 14 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Fenerbahce. Woran liegt's, Herr Präsident? "Wir haben einen neuen Vorstand, einen neuen Trainer, Sportdirektor und 11 neue Spieler. Wenn so vieles neu zusammenkommt, ist es schwierig, gleich Erfolg zu haben", sagt Fikret Orman, gibt den Meisterschaftstraum aber nicht auf: "Das Leben ist ein langer Marathon. Nicht die ersten hundert Meter sind entscheidend, sondern die letzten."

Auf dem weiteren Weg wird von nun an Jermaine Jones mit an Bord sein. Der Ex-Schalker wurde bis zum Saisonende verpflichtet, der Verein hat eine Option für zwei weitere Jahre. Jones soll die Rolle des robusten Abräumers übernehmen, mit der einst schon Fabian Ernst zum Publikumsliebling wurde. "Die Fans sollen wissen, dass ich ein leidenschaftlicher Spieler bin. Sobald ich das Trikot anhabe, werde ich alles tun, was in meiner Macht steht", versprach Jones kurz nach seiner Ankunft. Wenn seine Spielberechtigung rechtzeitig eintrifft, könnte er gegen Kayseri bereits im Kader stehen.

Dann würde denn 32-jährigen mit seiner neuen Mannschaft eine dankbare Aufgabe erwarten: Kayseri ist Tabellenletzter und hat die letzten sechs Spiele verloren. Für die Begegnung weicht Besiktas diesmal ins Atatürk-Olympiastadion aus.

Eskisehirspor - Fenerbahce (Samstag, 18 Uhr)

Heimsieg gegen Konya, gleichzeitiger Punktverlust von Verfolger Gala - macht ganze zehn Punkte Vorsprung für Fener. Der Spitzenreiter strotzt vor Selbstvertrauen, und Abwehrchef Bruno Alves glaubt nicht daran, dass das Titelrennen in der Liga nochmal spannend wird. In türkischen Medien machen folgende Aussagen die Runde, die Alves beim portugiesischen TV-Sender "Antenna1" getätigt haben soll: "Egal mit wem ich rede, jeder geht davon aus, dass wir Meister werden. Ab jetzt geht es eher darum, wer Zweiter wird."

Gegen Konya feierte Emre Belözoglu nach langer Verletzungspause in der zweiten Halbzeit sein Comeback. In Eskisehir wird der Kapitän in der Startelf stehen, da gegen den heimstarken Gegner eine kampfbetonte Partie erwartet wird und der 33-jährige für Stabilität im Mittelfeld sorgen soll. Der frühere Eskisehir-Spieler Alper Potuk dagegen fällt beim Aufeinandertreffen mit seiner Ex-Mannschaft verletzt aus, zudem muss Trainer Ersun Yanal auf Stürmer Emmanuel Emenike verzichten.

Der Gastgeber steht unter Druck. Nachdem man zum Abschluss der Hinrunde gegen Konya mit 1:4 baden ging, folgte am vergangenen Spieltag ein 1:3 in Bursa. Bei einer weiteren Niederlage würde sich der Tabellenachte weiter von den oberen Rängen entfernen – kein gutes Omen gegen Fener.

Galatasaray - Bursaspor (Sonntag, 18 Uhr)

Es herrscht weiter ein großes Kommen und Gehen bei Galatasaray. "Wir hatten eine sehr intensive Winterpause. Hoffentlich werden sich unsere Bemühungen bezahlt machen", so Präsident Ünal Aysal. Durch die Abgänge von Albert Riera und Nordin Amrabat wurde Platz im Kader für die vorher geholten Spieler Izet Hajrovic und Alex Telles geschaffen, zudem folgte mit Koray Günter aus Dortmund noch ein junger Neuzugang. Ein weiterer erfahrener Innenverteidiger könnte noch kurz vor Ende des Transferfensters geholt werden.

Trainer Roberto Mancini erwartet nun eine schwierige Aufgabe. Er muss den neubesetzten Kader schnell zu einer Einheit formen und braucht gleichzeitig dringend Ergebnisse, um den Rückstand auf Fener nicht noch größer werden zu lassen. Zudem wartet in wenigen Wochen das Duell mit Chelsea in der Champions League. In Gaziantep klappte es noch nicht wie erwartet, die Leistung beim 0:0 war insgesamt enttäuschend.

Wenn gegen Christoph Daum und Bursaspor ein weiterer Punktverlust folgt, könnte die Meisterschaft allmählich in unerreichbare Ferne rücken. Ob die die zwei Hoffnungsträger Telles und Hajrovic gegen Bursa mit von der Partie sein werden, ist noch offen. Da noch letzte Formalitäten mit dem Verband bezüglich der Spielberechtigung zu klären sind, wird die Entscheidung kurzfristig fallen.

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