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Nasser Al-Khelaifi verteidigt das Engagement Katars bei PSG. Auch der FC Bayern profitiere. Zudem erklärte er, dass es rund um die WM 2022 keine Menschenrechtsverletzungen gäbe.

Paris. Scheich Nasser Al-Khelaifi ist Präsident von Paris Saint-Germain. Der 40-Jährige bezeichnet sein millionenschweres Engagement bei PSG als eine Investition in Menschen. Auch der FC Bayern profitiere von PSG. Zudem bestreitet der Mann aus Katar, dass es im Land des WM-Gastgebers von 2022 Menschenrechtsverletzungen gibt.

Rund 350 Millionen Euro sollen Al-Khelaifi und seine Mitstreiter von Katar Sports Investment bereits in den Klub aus der französischen Hauptstadt gepumpt haben. Die Folge: Paris wurde vergangene Saison Meister, ist nun erneut Tabellenführer und steht mit Superstars bestückt wie Zlatan Ibrahimovic zum zweiten Mal in Folge im Achtelfinale der Champions League.

"Sport schützt vor schlechten Einflüssen" 

"Ich weiß, uns wird unterstellt, Sport sei ein sicherheitspolitischer Faktor für unsere Regierung. Aber so ist es nicht. Sport hat einfach einen großen Mehrwert. Er schützt vor schlechten Einflüssen, vor Gewalt, hält gesund und gibt den Menschen Selbstwert. Investitionen in den Sport sind Investitionen in die Menschen", sagte Al-Khelaifi der Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Das Engagement der Scheichs wird von vielen Menschen kritisch beäugt. Sowohl im Zusammenhang mit Paris als auch der WM 2022.

"Investieren, wo wir wollen"

"Hier beginnt bereits das Problem. Nur weil Katar ein kleines Land ist, heißt das nicht, dass wir nicht das Recht haben, in der Liga der großen Staaten mitzuspielen. Es steht uns zu, unser Geld zu investieren, wo immer wir wollen. Ob das jetzt WM-Stadien sind oder Paris Saint-Germain", erklärte Al-Khelaifi.

Der Generaldirektor des Medienkonzerns Al Jazeera kommt zu dem Schluss: "Wer das kritisch bewertet, ist wahrscheinlich eifersüchtig auf unseren Erfolg. Dabei muss uns niemand fürchten. Wir sind ein freundliches Volk und möchten als Freunde behandelt werden."

"Keine Menschenrechtsverletzungen"

Seit einiger Zeit steht Katar schwer unter Beschuss, weil die Arbeitsbedingungen auf WM-Baustellen nicht nur laut Amnesty International katastrophal sein sollen. Al-Khelaifi will davon nichts wissen.

"Es trifft mich sehr, wenn ich solche Verdächtigungen höre. Dabei kann ich definitiv versichern, dass es bei uns keine Menschenrechtsverletzungen gibt", erklärte der Scheich.

Al-Khelaifi: Bayern profitiert von PSG

PSG wurde derweil vorgeworfen, das Financial Fairplay umgehen zu wollen. Auch die Bosse des FC Bayern übten deshalb Kritik am französischen Verein.

"Wir respektieren die Regeln. Genauso respektieren wir, dass Uli Hoeneß der Meinung ist, wir täten es nicht. Was er leider vergisst, ist, dass auch Bayern letztlich davon profitiert, wenn ein weiterer finanzkräftiger Verein die Champions League aufwertet. Was wir tun, ist langfristig gut für den gesamten europäischen Fußball", sagte Al-Khelaifi.

Und weiter: "Investoren sind nicht böse. Im Gegenteil. Mir gefällt auch, was die Russen in Monaco machen. Jeder neue Konkurrent, der guten Fußball spielt und internationale Stars verpflichtet, stärkt die Liga."

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