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Der italienische Staat schlägt eine härtere Gangart im Umgang mit Betrügern im Sport ein. Zukünftig soll das Strafmaß für ertappte Sportbetrüger drastisch angehoben werden.

Rom. Italien will die Strafen für Betrug im Sport verschärfen. Auf bis zu neun Jahre Haft sollen die Strafen steigen, heißt es in einem Dekret des Innenministeriums, das am Freitag vom Ministerrat in Rom verabschiedet werden soll. Die Geldstrafen für den Tatbestand des Betrugs sollen von 10.000 Euro auf 100.000 Euro erhöht werden.

Damit will Italien aktiv Spielmanipulationen bekämpfen, die in den vergangenen Jahren für Wettskandale gesorgt und den italienischen Fußball erschüttert hatten, verlautete es aus dem Innenministerium in Rom.

Nach dem Tod eines neapolitanischen Fans bei heftigen Ausschreitungen vor dem italienischen Pokalfinale zwischen dem SSC Neapel und dem AC Florenz (3:1) im Mai plant die Regierung in Rom außerdem eine achtjährige Stadion-Sperre für gewalttätige Hooligans. Wiederholungstäter sollen gezwungen werden, sich während der Spiele bei der Polizei zu melden. Dies ist ein Teil eines Maßnahmenpakets zur Bekämpfung der Gewalt in Italiens Stadien, das vor Beginn der Serie-A-Saison eingeführt werden soll.

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