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Medien berichten: Filippo Inzaghi übernimmt den AC Mailand

Milan macht offenbar einen klaren Schnitt und geht mit einem neuen Trainer in die kommende Saison. Ein Ex-Spieler soll übernehmen, die Seedorf-Entlassung könnte teuer werden.

Mailand. Die Entlassung von Clarence Seedorf beim AC Milan scheint nur noch Formsache, die Rossoneri wollen nach ihrer Katastrophensaison einen klaren Schnitt machen. Allerdings könnte sie das viel Geld kosten. Medienberichten zufolge steht der Nachfolger des Niederländers bereits fest: Ex-Milan-Stürmer Filippo Inzaghi soll die Mannschaft übernehmen.

Das berichtet die Gazetta dello Sport. Demnach soll die Entscheidung nach einem knapp vierstündigen Treffen mit Klubeigentümer Silvio Berlusconi, Geschäftsführer Adriano Galliani und Milliardär Fedele Confalonieri gefallen sein. Die einzige echte Alternative, Unai Emery, hatte zuletzt durchblicken lassen, dass er beim FC Sevilla verlängern will.

Berlusconi will Inzaghi

Auch die Zukunft einiger Starspieler - unter anderem die des Stürmerstars Mario Balotelli - gilt ohne die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb als unsicher. Balotelli soll angeblich in Verbindung zu Klubs in der englischen Premier League stehen. Der ehemalige Torjäger Inzaghi ist bereits Nachwuchscoach bei Milan und wäre eine billige Lösung für den Klub, der einen Sparkurs einleiten möchte, berichtete das Blatt. Inzaghi, der von 2001 bis zum Karriereende 2012 bei Milan gespielt hatte, kennt den Klub bestens und hat exzellente Beziehungen zu Berlusconi.

Dieser will unbedingt einen Trainerwechsel nach den enttäuschenden Leistungen Seedorfs, der seit Januar Milan-Trainer ist. Der ehemalige Milan-Mittelfeldspieler hat auf der Trainerbank der Rossoneri seine Karriere als Coach begonnen, die Leistungen der Mannschaft enttäuschten jedoch Berlusconi zutiefst.

Seedorf will zehn Millionen Euro

Mit dem achten Platz in der Serie A sowie dem Achtelfinal-Aus in der Champions League erreichte Milan einen Tiefpunkt - selbst das Minimalziel Europa League wurde verfehlt. "Es war eine enttäuschende Saison. Aber wir haben jetzt die moralische Verpflichtung, weiterzuarbeiten, bis der Klub auf das Niveau zurückkehrt, das er verdient", sagte Co-Geschäftsführerin Barbara Berlusconi, Tochter des Klubbesitzers.

Damit würde das Experiment mit Seedorf nach vier Monaten wieder enden. Allerdings könnte die vorzeitige Entlassung teuer werden. Italienischen Medienberichten zufolge hat der Niederländer ein Angebot über eine Abfindung abgelehnt und pocht auf die zehn Millionen Euro, die in seinem bis 2016 laufenden Vertrag vermerkt sind

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