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Silvio Berlusconi ist auf der Suche nach einer Partnerschaft mit einem Unternehmen, um Anteile des AC Miland zu verkaufen. Sportlich läuft es für den Klub nicht sonderlich gut....

Mailand. Der ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi, Eigner des kriselnden AC Mailand, will einen 30-prozentigen Anteil seines Klubs verkaufen. "Wir überprüfen die Möglichkeit des Verkaufs eines Minderheitsanteils am Verein", erklärte Milans Co-Geschäftsführerin, Barbara Berlusconi, 29-jährige Tochter des Klubpräsidenten.

Ihre Familie glaube an die Zukunft des Klubs und wolle die Mehrheit am Verein nicht aufgeben. Eine Partnerschaft sei mit der Fluggesellschaft Emirates möglich.

Börsengang ist möglich

Sie werde demnächst in die USA und in den Nahen Osten auf der Suche nach einem finanzstarken Partner reisen, sagte Barbara Berlusconi. Einen Börsengang des Klubs schloss die Geschäftsführerin nicht aus. An der Mailänder Börse sind bereits der AS Rom, Lazio Rom und Rekordmeister Juventus Turin notiert.

Milan weihte am Mittwoch seinen neuen Vereinssitz ein, der sich auf einem 9000 Quadratmeter großen Gelände in Mailand erstreckt. "Wir wechseln unser Hautquartier in einer nicht einfachen Phase für den Klub. Dies zeigt jedoch, dass die Familie Berlusconi weiterhin in den Verein investieren will. Wir wollen für mehr Umsätze sorgen", betonte Barbara Berlusconi.

"Mit Mailand verliere ich jährlich 50 Millionen Euro"

Das Geschäftsjahr 2013 hatte AC Milan mit Verlusten von 6,8 Millionen Euro abgeschlossen. Zuletzt hatte Silvio Berlusconi über die hohen Kosten seines Vereins geklagt. "Mit dem AC Mailand verliere ich jährlich 50 Millionen Euro", hatte Berlusconi erklärt.

Auch sportlich läuft es für die Lombarden derzeit nicht rund. In der Champions League scheiterte Mailand bereits im Achtelfinale an Atlético Madrid, in der Serie A hinkt der 18-malige Meister als Tabellenelfter seinen eigenen hohen Ansprüchen hinterher.

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