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Der Lazio-Präsident hat am Sonntag via Telefon nach eigener Aussage 50 bis 80 Morddrohungen von wütenden Fans erhalten. Zum Hernanes-Verkauf steht er trotzdem.

Rom. Lazio Roms Präsident Claudio Lotito hat nach dem Verkauf von Mittelfeldstar Hernanes zu Inter Mailand nach eigener Aussage 50 bis 80 Morddrohungen von wütenden Fans erhalten. Den Transfer des Brasilianers bezeichnete er angesichts der Umstände als alternativlos.

"Gestern habe ich zwischen 50 und 80 Morddrohungen am Telefon erhalten. 'Wir sind ruiniert', hieß es dann. Und als ich einen Anrufer nach seinem Namen fragte, antwortete er nur 'Ich bin ein ganz normaler Kerl'", erklärte Lotito der Zeitung Il Tempo.

Der 56-Jährige wies die Vorwürfe zurück, nicht ausreichend um Hernanes gekämpft zu haben: "Ein Jahr lang haben wir uns sehr um ihn bemüht. Wir hatten nie Zweifel, dass wir ihn lange an den Verein binden und ihn zum Leader machen würden. Wir hatten ihm sogar eine Ausstiegsklausel angeboten."

Hat Hernanes seinen Wechsel erzwungen?

Nachdem der 28-Jährige allerdings jedes Angebot der Laziali ausgeschlagen hätte, sei man nach dem Inter-Angebot in der Zwickmühle gewesen: "Hernanes hat uns in die Ecke getrieben, also mussten wir das Inter-Angebot einfach akzeptieren."

Aus sportlicher Sicht sei der Schritt zwar "sehr schmerzhaft", aber unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sei er alternativlos gewesen, erklärte Lotito: "Ich denke, unter den gegebenen Umständen sind 20 Millionen Euro für Hernanes akzeptabel. Wir haben einen Gewinn gemacht."

Anfang 2011 war der brasilianische Nationalspieler für rund 13 Millionen Euro vom FC Sao Paulo zu Lazio gewechselt. In 156 Spielen traf er 41-mal für die Biancocelesti.

EURE MEINUNG: Hat sich Hernanes richtig entschieden, zu Inter Mailand zu wechseln?

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