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Claudio Lotito zeigte sich zuletzt genervt von den andauernden Reisen des Nationalspielers zu Doktor Müller-Wohlfahrt. Nun scheint Klose aber nur wenige Wochen auszufallen.

Rom/München. Joachim Löw in Stürmer-Not: Dem Bundestrainer droht in den entscheidenden WM-Qualifikationsspielen gegen Irland (11. Oktober) und in Schweden (15. Oktober) nun auch der Ausfall von Miroslav Klose. Der 35 Jahre alte Rekordtorjäger muss nach einer Operation wegen einer Nervenreizung am rechten Mittelfuß wohl länger pausieren als zunächst angenommen. Der Eingriff wurde am späten Mittwochabend in München vorgenommen. Löw muss in den beiden Ausscheidungsspielen definitiv auf Mario Gomez vom AC Florenz (Innenbandteilriss im Knie) verzichten.

"Ich bin über Miros Eingriff informiert"

"Ich bin über Miros Eingriff informiert, werde auch direkt mit ihm sprechen", wurde Löw auf dfb.de zitiert: "Welche Auswirkungen seine Pause auf die Nominierung für die beiden Länderspiele gegen Irland und Schweden hat, kann ich jetzt noch nicht sagen. Den Kader werden wir Ende nächster Woche bekannt geben, bis dahin haben wir ja auch noch ein wenig Zeit."


Der 35-Jährige plagt sich derzeit mit einer Entzündung im Fuß herum. Deshalb reiste er diese Woche erneut zu Dr. Müller-Wohlfahrt und wurde operiert. "Miro hat sich einer Operation unterzogen, wie mit Müller-Wohlfahrt vereinbart", erklärte Salvatori und fuhr fort: "Die Genesung wird 15 Tage in Anspruch nehmen. Wir werden die Länderspielpause nutzen."

Kloses Klub Lazio Rom geht davon aus, dass der Stürmers zwei Wochen ausfällt. Der Routinier würde demnach mindestens das Ligaspiel am Sonntag gegen Aufsteiger Sassuolo Calcio verpassen sowie das Europa-League-Duell gegen Trabzonspor und die Begegnung in der Serie A mit Florenz. Zur Reha wurde er in Italien zurückerwartet.

"Es ist nicht so, dass die Lazio-Ärzte nichts wert sind"

Lazio-Präsident Claudio Lotito ist vom Deutschland-Trip Kloses offenbar genervt. "Es ist nicht so, dass die Lazio-Ärzte nichts wert sind. Wie lange geht er schon nach Deutschland, um sich wegen dem Fuß behandeln zu lassen? Das Problem wurde dennoch nicht gelöst", wurde Lotito in der Gazzetta dello Sport zitiert.

Löw mit Personalsorgen

Ein echtes Problem hätte auch Löw. Sollten Klose und Gomez nicht zu Verfügung stehen, dürfte auch eine Nominierung von Leverkusens Stefan Kießling wieder diskutiert werden. Der Bayer-Torjäger und Bundesliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison wird vom Bundestrainer seit der WM 2010 ignoriert.

In den jüngsten Spielen gegen Österreich (3:0) und die Färöer (3:0) hatte der Gladbacher Max Kruse als dritter Stürmer im DFB-Kader gestanden. Eine Alternative wäre auch der Münchner Mario Götze, der nach längerer Verletzungspause wieder im Training ist und bis zum 11. Oktober fit sein müsste. Der Jungstar wurde von Löw schon einige Male als "falsche Neun" aufgeboten.

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