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Warum er AC Florenz gegenüber Real Madrid vorzog, ist für Mario Gomez schnell erklärt: Er wollte regelmäßig spielen. Bei Bayern sei ohnehin jeder zu ersetzen - bis auf einen.

Köln. "Ich habe mich gefragt, ob ich genug Spielzeiten bekomme, um sportlich zufrieden zu sein", betonte der am Knie verletzte Mario Gomez gegenüber 11Freunde. Zu welcher Erkenntnis er kam, ist bekannt. Der Knipser verließ den FC Bayern und heuerte beim AC Florenz an. In München sei nämlich nur Franck Ribery unverzichtbar.

"Der Klub funktioniert inzwischen weitgehend unabhängig von Personen", so der Nationalstürmer, nur eines verändere das Spiel, "wenn Franck nicht dabei ist. Alle anderen sind fast problemlos zu ersetzen. Durch die Rotation ist es für jeden schwer, selbst bei dauerhaften Topleistungen ständig zu spielen. Mir hat das nicht gereicht."

Die Sorge um mangelnde Spielpraxis trieb den 28-Jährigen nach dem Triple-Gewinn in die Serie A. Dafür habe er sogar ein Angebot des spanischen Rekordmeisters Real Madrid ausgeschlagen.

Real ähnlich wie Bayern

"Sie waren an mir interessiert", verriet Gomez. "Die Situation in Madrid hätte sehr der in München geähnelt. Ob ich da regelmäßig gespielt hätte, wäre fraglich gewesen." Den Sprung zurück in die FCB-Stammelf habe er sich "natürlich" zugetraut. Trotz aller Zweifel von außen.

Selbst über ein Jahr nach der Kritik von ARD-Experte Mehmet Scholl bei der EM 2012 ärgert er sich maßlos darüber. "Es kommt deshalb an mich heran, weil viele Leute die Meinung aufnehmen und teilen. Er hat diesen Satz gesagt und dann wurde nicht er, sondern ich überall darauf angesprochen."

"Würde solche Dinge nie verbreiten"

Die ewigen Diskussionen hätten zweifelsfrei "Kraft gekostet": "Und das während einer Europameisterschaft. Ich kann nur sagen, dass ich solche Dinge nie über andere verbreiten würde", sagte Gomez dem Magazin.

Scholl hatte dessen Leistung gegen Portugal mit den Worten kritisiert: "Ich hatte Angst, dass er sich wund gelegen hat, dass man ihn wenden muss."

Erst am Sonntag erlitt Gomez im Meisterschaftsspiel gegen Cagliari Calcio einen Innenbandteilriss und eine Zerrung im Knie. Er muss voraussichtlich sechs bis sieben Wochen pausieren und steht damit in den beiden WM-Qualifikationsspielen gegen Irland (11. Oktober) und in Schweden (15. Oktober) nicht zur Verfügung.

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