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Im Interview mit dem kicker spricht der Stürmer über seinen Wechsel nach Italien, seine Situation in der Nationalmannschaft und über die Titelchancen bei der WM 2014.

München. Die wenigsten würden Real Madrid einen Korb geben. Genau das aber tat Mario Gomez, wie der Nationalstürmer im Gespräch mit dem kicker verriet. Der 28-Jährige wollte vor allem spielen und entschied sich deshalb für den AC Florenz.  

"Ja, Ancelotti war interessiert. Es ehrte mich, weil meine ganze Familie Real-Fans sind", berichtete der Angreifer. Doch Gomez lehnte dankend ab und ging stattdessen nach Italien: "Nach den Gesprächen mit Florenz über deren Pläne dachte ich, das ist das Richtige."

"Da lief das Bällchen"

Nach seinen ersten Wochen in der toskanischen Großstadt bereut der 28-Jährige seine Entscheidung, in eine Liga zu wechseln, deren beste Zeiten einige Jahre zurückliegen, keineswegs.

"Der italienische Fußball wird ein wenig unterschätzt", urteilte Gomez und ergänzte: "Wir spielten jüngst gegen Catania, die hatten acht Argentinier, da lief das Bällchen. Auch mit dem Niveau in Florenz bin ich glücklich."

In der Vorsaison reichte es für "La Viola" nur zu Platz vier und zur Europa League. Jetzt will Gomez mehr: "Wir wollen uns im Vergleich zum Vorjahr mit Florenz verbessern. Das Ziel ist, Juventus Turin in den nächsten Jahren anzugreifen."

Duell mit Klose: "Ich bin völlig entspannt"

Angreifen will Gomez auch mit der Nationalmannschaft und nimmt die WM 2014 ins Visier: "Die Voraussetzungen sind da." Welche Rolle der 28-Jährige dabei übernehmen wird, ist unklar: Seit Jahren liefert sich der Stürmer ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Miroslav Klose um den Platz im Angriff.

Gomez nimmt die Situation aber gelassen. "Der Trainer wird die Entscheidung treffen. Ich werde meinen Job machen und bin völlig entspannt."

Die Befürchtung, dass Löw gar auf eine Spitze verzichtet und mit einer falschen Neun spielen lässt, teilt der Torjäger nicht. "Diese Diskussion langweilt mich mittlerweile", sagte Gomez und betonte: "Ich glaube schon, dass der Trainer, wenn er Miro oder mich zur Verfügung hat, mit einem Stürmer antreten wird."

"Die Argentinier werden Gras fressen"

Unabhängig vom System hofft Gomez in Brasilien auf den ersten Titel seit dem EM-Sieg 1996. "Wir müssen es halt mal packen, wie die Spanier", erklärte der 28-Jährige, der weiß: "Ein Turnier ist auch Tagesform."

In der Favoritenrolle sieht der Angreifer daher andere Teams: "In Brasilien werden die Gastgeber stark sein und die Argentinier Gras fressen. Holen die da den Titel, brauchen sie 40 Jahre nichts zu gewinnen." Auch Spanien, Italien und Frankreich zählt Gomez zu den Titelkandidaten.

Letzten Endes ist sich der Stürmer aber sicher: "Irgendwann" werde Deutschland wieder ein Endspiel gewinnen. Wo und wann, weiß Mario Gomez aber nicht.

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