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Joseph Blatter hat die Zustände in italienischen Fußballstadien kritisiert. Dort waren einige Spieler in den vergangenen Wochen mehrfach rassistisch beleidigt worden.

Mailand. FIFA-Präsident Joseph Blatter hat die Verhältnisse in italienischen Fußballstadien öffentlich kritisiert. Grund für die Kritik waren erneute rassistische Schmähgesänge gegen Mario Balotelli vom AC Mailand. Er forderte in Zukunft harte Strafen für solche Vorfälle.

"Es darf nicht vorkommen, dass ein 22 Jahre alter Spieler mit rassistischen Gesängen beleidigt wird. Leider geschieht so etwas in Italien immer noch", schrieb der 77-Jährige auf Twitter und fügte hinzu: "Man muss das Problem Rassismus nicht nur mit Worten, sondern mit Taten bekämpfen."

Blatter fordert Spielabbrüche

Sogar einen Spielabbruch würde Blatter in solchen Fällen befürworten. "Entweder es wird weitergespielt oder es wird ganz abgebrochen", so der FIFA-Präsident. Am Sonntag hatte der Schiedsrichter die Partie zwischen Milan und dem AS Rom wegen der Verunglimpfungen für zwei Minuten unterbrochen und danach fortgesetzt. Das Spiel endete 0:0. Der Roma droht nun eine Strafe durch den italienischen Verband.

In den vergangenen Wochen gab es in italienischen Stadien immer wieder Fälle von rassistischen Beleidigungen, darunter auch gegen den ehemaligen Bundesligaprofi Kevin-Prince Boateng.


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