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Andrea Agnelli zeichnet ein düsteres Bild des italienischen Klub-Fußballs. Antonio Conte schämt sich.

Turin. Ein Punkt am Sonntag gegen US Palermo und Juventus Turin hätte seinen Titel bereits drei Spieltage vor Ende der Serie-A-Saison verteidigt. Eigentlich hätte die "Alte Dame" also allen Grund zur Freude, doch stattdessen schlägt Juve-Boss Andrea Agnelli Alarm.

Angnelli in Sorge

Der 37-Jährige sorgt sich um Italien, seinen Verein und den italienischen Klub-Fußball an sich. "Unser Land benötigt strukturelle Reformen, wir sind allerdings tatenlos stehen geblieben. Dasselbe gilt für den Calcio", sagte Agnelli der Financial Times: "Es stimmt, dass Italien Juves Wachstum bremst."

Das Fiat-Vorstandsmitglied sieht die Serie A schon längst nicht mehr als das Maß aller Dinge, sondern viel mehr als Zwischenstopp für die besten Spieler. "Die ideale Liga wäre ein Mix aus England in puncto Stadien, Spanien im Management der TV-Gelder und Deutschlands Sponsoren-System", erklärte Agnelli.

Marode Stadien sorgen für Sicherheitsprobleme

Dass die italienischen Teams derzeit nicht zur internationalen Spitze zählen, zeigten die europäischen Wettbewerbe. In der Champions League schied Turin als letztes Team ohne Chance gegen den FC Bayern aus. In der Europa League war für Lazio Rom als letztem italienischem Vertreter ebenfalls in der Runde der letzten Acht Endstation.

Ein weiteres Problem des Calcio sind die Zustände in den Stadien. Beim 2:0-Sieg von Juventus im Turiner Stadtderby beim FC mussten über tausend Karten aus dem Verkauf genommen und dafür tausend Ordnungskräfte eingesetzt werden.

Trotzdem kam es zu Krawallen. Eine Scheibe des Juventus-Busses wurde dabei beispielsweise durch einen Steinwurf zerstört. "Das ist der Wahnsinn, wir müssen uns alle schämen", sagte Juve-Coach Antonio Conte: "Es zeigt mal wieder, in welchen Verhältnissen wir in Italien leben."

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