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Seit dem Triple-Gewinn 2010 unter Jose Mourinho gelang den "Nerazzurri" keine konstante Saison mehr. Es droht sogar eine Saison ohne europäischen Wettbewerb.

Mailand. 22. Mai 2010, Inter Mailand gewinnt unter Erfolgstrainer Jose Mourinho das Champions-League-Endspiel gegen Bayern München in Madrid mit 2:0. Zuvor hatten sich die Mailänder bereits in der heimischen Serie A und der Coppa Italia erfolgreich durchgesetzt. Doch seither läuft es bei den Norditalienern nicht mehr nach Wunsch. Auch der junge Trainer Andrea Stramaccioni konnte zuletzt nichts daran ändern.

Keine Konstanz mehr

Während die Saison 2010/11 noch mit dem zweiten Rang in der Meisterschaft und dem Pokalsieg abgeschlossen werden konnte, folgte in den Jahren darauf eine Enttäuschung auf die nächste. Die Saison 2011/12 wurde nur auf dem sechsten Platz abgeschlossen und verhieß für die "Nerazzurri" den Gang in die Europa League. Diese Saison verläuft sehr ähnlich. In den letzten neun Meisterschaftsspielen wurden gerade mal zehn Punkte zusammengetragen. Nun könnte für die nächste Saison sogar die Europa-League-Teilnahme verpuffen.

Das "Erbe" Mourinhos

Für die Fans ist klar; sie sind "Waisenkinder Mourinhos", wie sie vor dem verlorenen Pokalspiel gegen die AS Roma deutlich mit Spruchbänden zu erkennen gaben. Seit der portugiesische Trainer im Sommer 2010 zu Real Madrid wechselte, feuerte Inter Mailand vier Trainer in drei Jahren. Vor allem der erste Mourinho-Nachfolger Rafael Benitez wurde andauernd mit dem Portugiesen verglichen und konnte kaum frei und konzentriert arbeiten. Jedes Mal wenn ein Trainer entlassen wurde, forderten Medien und Fans Jose Mourinho zurück.

Fehlende Verjüngung der Mannschaft und viele Verletzungen

Nach dem Gewinn des Triples 2010 vergaßen Präsident Massimo Moratti und Sportchef Marco Branca vor lauter Feiern die Zukunftsplanung. Dies erklärt die fragwürdige Transferpolitik in den darauffolgenden Jahren. Präsident Moratti zeigte sich außerdem nach den erreichten Erfolgen viel weniger investitionsfreudig. Die Verjüngung der bereits bei den Titelgewinnen eher alten Mannschaft blieb größtenteils aus. Leistungsträger wie Wesley Snejder und Samuel Eto`o wurden für vergleichsweise geringe Summen verkauft. Unbekannte Spieler wie Alvaro Pereira oder Jonathan für eher hohe Summen (12 beziehungsweise 5 Millionen Euro gemäß transfermarkt.de) geholt.

Außerdem wurden als Ersatz für den 33-jährigen Stürmer Diego Milito zuerst der gleichaltrige Diego Forlan und zuletzt der sogar 35-jährige Tommaso Rocchi verpflichtet. Ein junges Talent wie Philippe Coutinho wurde billig an den FC Liverpool abgegeben, wo er gute Leistungen zeigt und im Monat April zum besten Spieler seines Teams gewählt wurde. Hinzu kommen zahlreiche Verletzungen in den letzten Monaten. Im Moment sind mit Yuto Nagatomo, Walter Gargano, Fredy Guarin, Esteban Cambiasso, Antonio Cassano, Diego Milito und Rodrigo Palacio zahlreiche Stammkräfte verletzt. 

Pech mit den Schiedsrichterentscheidungen

Außerdem hadern die Mailänder in der Rückrunde mit den Schiedsrichterentscheidungen. Den Mailändern wurde seit 21 Runden kein Elfmeter mehr zugesprochen. Während in den letzten Spielen mindestens zweimal inexistente Elfmeter gegen die "Nerazzurri" verhängt wurden. Nach einem verrückten 3:4 gegen Atalanta Bergamo meinte Inter-Coach Andrea Stramaccioni in einem Fernsehinterview mit Rai, es seien keine simplen Fehler der Schiris mehr, sondern es müsse etwas mehr dahinter stecken.

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