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Kevin-Prince Boateng wollte Italien den Rücken kehren nachdem er im Testspiel beim Viertligisten Pro Patria im Januar rassistisch beleidigt wurde.

Mailand. Der frühere U21-Nationalspieler Kevin-Prince Boateng vom italienischen Fußball-Erstligisten AC Mailand wollte nach dem Rassismus-Skandal im Testspiel beim Viertligisten Pro Patria im Januar Italien verlassen.

“Schluss jetzt, ich gehe weg“

"Schluss jetzt, ich gehe weg. Das habe ich mir gesagt. Doch es war nur der Frust des Augenblicks. Man fragt sich, warum so etwas geschehen muss. Ich kann und will aber nicht wegen vier Schwachsinnigen alles ändern", sagte der gebürtige Berliner der Gazzetta dello Sport.

Der 26-Jährige hatte für Aufsehen gesorgt, als er nach rassistischen Beleidigungen einiger "Fans" von Pro Patria den Platz verließ. Seine Mitspieler schlossen sich ihm an, die Partie wurde abgebrochen.

“Balotelli sollte zum Präsidenten werden“

Zu der jüngsten Strafe von 30.000 Euro gegen Juventus Turin wegen rassistischer Schmährufe seiner Anhänger gegen Boateng, sagte er: "Es ist nicht meine Aufgabe zu sagen, wie Juve bestraft und wie hoch die Geldstrafe sein soll. Wichtig ist, man begreift, dass der Vorfall gravierend war und dass diese Schwachsinnigen gestoppt werden müssen."

Zur Aussage von Teamkollege Mario Balotelli, wonach sich in Italien erst etwas ändern wird, wenn ein dunkelhäutiger Staatschef wie US-Präsident Barack Obama gewählt wird, sagte Boateng: "Meiner Ansicht nach sollte Mario zum Präsidenten werden."

EURE MEINUNG: Hättet Ihr es verstehen können, wenn Boateng damals Italien verlassen hätte?

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