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Der Vorsitzende der UEFA lobte den deutschstämmigen Mittelfeldspieler und seine Mannschaft für den Protest während des Testspiels gegen Pro Patria.

Nyon. Michel Platini hat den früheren Bundesligaspieler Kevin-Prince Boateng und die Mannschaft des AC Mailand für den Protest im Testspiel bei Pro Patria gelobt. Boateng und seine Mitspieler verließen in der Partie bereits in der 26. Minute das Spielfeld, nachdem Anhänger Pro Patrias dunkelhäutige Milan-Spieler immer wieder beleidigt hatten. Das Spiel wurde daraufhin abgebrochen.

Platini widerspricht Blatter

In einem Interview mit dem französischen Radiosender RTL widersprach UEFA-Präsident Platini den Ausführungen des FIFA-Präsidenten Sepp Blatter. Dieser hatte zuvor andere Maßnahmen gefordert, um dem Rassismus im Fußball langfristig entgegen zu treten.

Gratulation an Milan

Im Interview erklärte er seinen Respekt vor der Entscheidung der Mannschaft um Boateng. "Das ist wunderbar, das hat mir wirklich sehr gut gefallen", sagte Platini am Montag. "Das war exzellent, ich habe sogar den AC Milan angerufen und ihnen gratuliert", ergänzte er.

Spielabbrüche auch im Europapokalwettbewerb?

Konsequentes Durchgreifen forderte der UEFA –Präsident auch für die europäischen Pokalwettbewerbe.

„Die Schiedsrichter sind angewiesen, bei solchen Vorkommnissen die Partie zunächst für eine Minute, bei wiederholten rassistischen Gesängen für zwei Minuten zu unterbrechen“, erinnerte Platini an die Möglichkeiten für die Unparteiischen.

„Kommt es zu einem dritten Vorfall, kann der Unparteiische das Spiel abbrechen. Der Schiedsrichter ist „der Boss im Stadion"“, so der 57-jährige Franzose.

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