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Berlusconi kontert Blatters Kritik an Boateng

Der Rassismus-Skandal von Italien zieht weiter seine Kreise. Auch Berlusconi und Blatter sind mittendrin und diskutieren über die Medien.

Berlin. FIFA-Präsident Joseph Blatter hatte Kevin-Prince Boateng nach dessen Reaktion auf rassistische Beleidigungen im Testspiel vom AC Mailand bei Pro Patria stark kritisiert: Einfach vom Feld zu gehen sei keine Lösung. Milan-Besitzer Silvio Berlusconi seinem Spieler daraufhin den Rücken und bezeichnete Boatengs Protest als mutig.

Berlusconi gratuliert seinen Spielern

Nach den Schmährufen in der ersten Halbzeit war zunächst Boateng in die Kabine verschwunden. Die Mannschaft zeigte sich solidarisch und ging ebenfalls vom Platz. FIFA-Präsident Blatter zeigte sich nicht einverstanden mit dieser Reaktion. Er meinte, es sei langfristig keine Lösung, wenn Spieler in solchen Situationen einfach das Spielfeld verlassen.

„Ich habe eine andere Meinung“, widersprach jetzt Berlusconi gegenüber dem Sender Tgcom24. „Ich gratuliere meinen Spielern zu diesem Mut“, lobte er das Verhalten der Mannschaft.

Blatter nimmt Kritik zurück

Inzwischen lenkte laute Bild auch Blatter ein und nannte Boatengs Verhalten lobenswert. „Wenn ein Spieler vom Feld geht, weil er rassistisch beschimpft wurde, so wie es Kevin-Prince Boateng getan hat, ist es ein starkes und mutiges Signal“, so der Fifa-Präsident bei der Verleihung des Ballon d’Or in Zürich. Es sei eine Art zu sagen: „Bis hier hin und nicht weiter.“

 

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