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Die italienische Meister kann abgesehen von ein paar kleineren Aussetzern auf eine sehr erfolgreiche Hinrunde zurückblicken.

Verein: Juventus Turin
Serie A: Platz 1
Coppa Italia: Viertelfinale
Champions League: Achtelfinale

Zielsetzung: Nach einer fast perfekten Saison wollte die Alte Dame nun auch in der Champions League angreifen und zu Europas Elite aufschließen. Nach Startschwierigkeiten in der Königsklasse ist dies auch gelungen. Die Meisterschaft sollte verteidigt werden, in den anderen Wettbewerben wollen die Bianconeri so weit wie möglich kommen.

LIGA & POKAL: sehr gut (1)

Auch wenn die Siegesserie gerissen ist, Juventus Turin ist voll im Soll. In der Liga führt Juve mit acht Punkten Vorsprung auf Lazio Rom die Tabelle souverän an, im Pokal trifft man im Viertelfinale auf den AC Mailand und hat dort auch alle Chancen, nach der Finalniederlage in der letzten Saison gegen SSC Neapel den Pokal in den Himmel zu stemmen. Zeitweise hatte die Alte Dame einen kleinen Durchhänger und leistete sich gegen beide Mailänder Klubs Niederlagen, doch insgesamt spielte Juve einmal mehr groß auf und steht nicht zu Unrecht ganz oben.

In der Königsklasse überzeugte Juve gleich am ersten Spieltag beim FC Chelsea, als man nach einem 0:2-Rückstand zurückkam und sich ein Remis erkämpfte. Danach tat man sich gegen Donezk und Nordsjaelland zunächst schwer, ehe man in den letzten Spielen grandiose Leistungen abrief und unter anderem die Blues mit 3:0 nach Hause schickte. Am letzten Spieltag sicherten sich die Bianconeri nach dem Auswärtserfolg in Donezk sogar den Gruppensieg. Im Achtelfinale geht es für Juve gegen Celtic Glasgow. Das Viertelfinale sollte mindestens drin sein.



UNTERHALTUNG:  noch sehr gut (1-)

In dieser Hinrunde bot Juve einige sehenswerte Spiele, wie zum Beispiel das 2:2 gegen den FC Chelsea. Es gab auch einige Durchhänger, wo der Trainer improvisieren musste. Insgesamt beeindruckte Juve jedoch mit dem starken Pressing und der Fähigkeit, den Ball in kürzester Zeit zurückerobern. Besonders Claudio Marchisio und Arturo Vidal glänzten hier als echte Kämpfer. Bei den Niederlagen gegen Inter und Milan erwischte die Elf von Conte keine guten Tage, besonders in der Königsklasse tat man sich teilweise auch schwer. Gerade gegen die stärksten Konkurrenten in der Serie A konnten die Bianconeri nicht as abrufen, was sie eigentlich können.

TRANSFERMARKT: befriedigend (3)

Mit Sebastian Giovinco kehrte der verlorene Sohn zurück zur Alten Dame. Der Junge ist gereift, bei seinem letzten Anlauf sollte er endlich den Durchbruch schaffen. Teilweise beeindruckte die Atomameise mit der ein oder anderen Gala-Vorstellung, doch besonders in der Königsklasse konnte er noch nicht sein ganzes Können abrufen. Bei ihm ist noch Luft nach oben. Kwadwo Asamoah und Mauricio Isla wurden von Udinese Calcio losgeeist. Asamoah hat sich schnell einen Stammplatz erkämpft und ist mittlerweile eine feste Größe, während sich Isla bislang nicht durchsetzen konnte. Für die Abwehr wurde Lucio verpflichtet, doch der Brasilianer verlässt nach nur einem halben Jahr den Verein, da er kaum Spielpraxis bekam. Die große Schwäche von Juve liegt im Sturm. Ein richtiger Torjäger sollte her, doch das hat nicht funktioniert. Stattdessen wurde Nicklas Bendtner verpflichtet. Damit hat man im Sturm viele gute, aber keine Weltklasse-Stürmer in den Reihen. Hier haben die Bianconeri noch Nachholbedarf. Mit einem echten Stürmer à la Robin van Persie wäre auch der Titel in der Königsklasse möglich.



TRAINER & UMFELD: sehr gut (1)

Zu Beginn der Saison musste Juve einen schweren Rückschlag hinnehmen. Aufgrund des Manipulationsskandals wurde Antonio Conte zunächst für ein Jahr gesperrt, die Sperre wurde nachträglich bis Dezember verkürzt. Trotzdem, Juve musste ohne den Mentor und Meistermacher auf der Trainerbank auskommen. Nicht viele trauten Juve den erneuten Meistertitel zu.

In der Hinrunde sah man mehrmals, was für eine verschworene Einheit Conte geschaffen hat und das jeder einzelne Spieler für den Trainer alles gegeben hat. Die komplette Mannschaft steht hinter dem jungen Taktiker und hat es auch ohne Conte auf der Trainerbank geschafft, auf allen drei Hochzeiten zu tanzen. Dabei sollte man auch die Arbeit von Massimo Carrera und Angelo Alessio erwähnen, die hervorragende Arbeit geleistet haben.

Davon abgesehen ist das neue Stadion eine echte Waffe geworden. Fast jedes Heimspiel war ausverkauft, die Mannschaft wird Spiel für Spiel nach vorne gepusht und agiert teilweise wie im Rausch. Als Juve in der Königsklasse gegen Donezk nicht über ein Remis hinauskam, haderten einige Spieler mit der fehlenden Unterstützung der Fans, die ihnen immer die zusätzliche Energie liefern. Doch das sollte eine Ausnahme sein, mit dem Juventus Stadium machte der Verein alles richtig.

DIE ATOMAMEISE
DER ALTSTAR
DER KÄMPFER


GESAMTNOTE: noch sehr gut (1-)

Juventus Turin musste eine schwierige Zeit ohne Trainer auf der Bank überstehen, trotzdem stand die Mannschaft als Einheit auf dem Feld und unterstützte sich gegenseitig. Das verhalf den Bianconeri dazu, in Europa wieder eine Nummer zu werden. In der Liga mit einem komfortablen Vorsprung und in beiden Pokalen noch im Rennen. Nur die Aktivitäten auf dem Transfermarkt trüben den Gesamteindruck etwas, aber da kann und wird der amtierende Titelträger der Serie A nachlegen.

EURE MEINUNG: Welche Titel sind in dieser Saison für Juve drin?

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