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Nach dem italienischen Meistertitel und dem Umzug ins neue Stadion konnte die Alte Dame ihre wirtschaftlichen Einbußen erheblich abfangen.

Turin. Der italienische Meister Juventus Turin genießt den Vorteil, seine Spiele nun in einem neuen Stadion zu bestreiten, konnte man doch dadurch in der Saison 2011-2012, in der man den Liga-Titel ohne ein einzige Niederlage errang, seinen Verlust halbieren.

Champions League verspricht weitere Gelder

Der Serie-A-Triumph garantiert dem Turiner Klub zudem einen sicheren Platz in der lukrativen Gruppenphase der Champions-League-Saison 2012/2013. Der piemontesische Klub machte bis Juni des laufenden Jahres einen Verlust von 48,7 Millionen Euro, was im Vergleich zu den 95,4 Millionen Euro vor zwei Jahren (2010/2011) einen deutlichen Rückgang bedeutet, wie Reuters berichtet.

Neues Stadion sorgt für finaziellen Aufschwung

Juventus spielt nun in einem neuen Stadion, nachdem man das ungeliebte Stadio Delle Alpi, das für die Weltmeisterschaft 1990 errichtet wurde, abgerissen und es stattdessen mit einer kleineren Arena mit einem Fassungsvermögen von 41.000 Sitzplätzen ersetzt hat, das über Einrichtungen für Geschäftspartner und Unternehmen sowie ein Klub-Museum verfügt.

Betrachtet man den Umzug, so wird ersichtlich, dass die Einnahmen für die Saison 2011/2012 um 24 Prozent auf 214 Millionen Euro angestiegen sind, was auf gestiegene Ticketverkäufe und mehr Einkünfte durch Sponsoring und Reklame zurückzuführen ist. Fiat unterzeichnete im Juli einen 35-Millionen-Deal, um das Trikot-Sponsoring des Vereins für drei weitere Jahre zu übernehmen und die historische Verbundenheit zwischen dem Autohersteller und dem Klub auszudehnen.



Zwangsabstieg und Manipulationsvorwürfe haben Langzeit-Spuren hinterlassen

Der letztjährige Liga-Titel beendete die andauernde Genesungsphase des Klub, nachdem man 2006 aufgrund der Verwicklungen in den Manipulationsskandal einen Zwangsabstieg und dessen Folgen zu bewältigen hatte. Dennoch sind die „Bianconeri“ auch von den letzten Ausläufern des aktuellen Skandalgeschehens in der italienischen Liga betroffen.

Juventus-Coach Antonio Conte wurde zehn Monate von der Trainerbank der Alten Dame verbannt, basierend auf den Vorwürfen, er hätte Spielabsprachen nicht gemeldet, als er noch bei einem anderen Verein aktiv war. Conte bestritt die Unterstellungen.

EURE MEINUNG: Ist Juve auf dem Weg, sich wirtschaftlich zu sanieren und so langfristig wieder der Konkurrenz in Europa die Stirn zu bieten?
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