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Finanzkrise hin oder her: Die italienischen Vereine geben weiterhin Unsummen an Gehältern für die Spieler aus. Abermals durchbrachen sie die Schallmauer von einer Milliarde.

Rom. Die Serie A war und ist immer noch ein Eldorado für Fußballspieler. Laut einem Bericht wurde die Milliardengrenze beim Zahlen der Gehälter wie im vorigen Jahr überschritten. Dabei haben sich die Vereine selbst einem strikten Sparkurs verordnet. AC Mailand, Juventus Turin und Inter Mailand sind auf den vorderen Plätzen. Aber auch Gianluigi Buffon, Daniele De Rossi, Wesley Sneijder und Co. lassen es sich gut gehen.

Der Rubel rollt

Wie die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf die Gazzetta dello Sport berichtet, lassen sich die italienischen Vereine von der Wirtschaftskrise nicht einschüchtern. Zwar haben alle Clubs Sparmaßnahmen auf ihre Agenda geschrieben, doch schütten sie immer noch hohe Summen an Gehältern an die Spieler aus.

Die Zeitung hat mehrere Ranglisten erstellt. Bei den Vereinen ist der AC Mailand an der Spitze der „Auszahler“. Und dies, obwohl man sich von den Topverdienern Zlatan Ibrahimovic und Thiago Silva im Sommer getrennt hat. Die „Rossoneri“ zahlen 120 Millionen Euro an ihre Kicker aus. Auf den weiteren Plätzen folgen Meister Juventus Turin (115), Inter Mailand (100), AS Rom (95) und Lazio Rom (66,2), die die Top Fünf bilden.



Spieler werden gut vergütet

Bei den „Biancocelesti“ ist ein Deutscher Spitzenverdiener. Miro Klose soll um die zwei Millionen pro Spielzeit von den Hauptstädtern bekommen. Doch zu den Bestverdienern gehört der deutsche Nationalspieler nicht, eher im Gegenteil. Die bestbezahlten Spieler erhalten das Dreifache der Summe ausgezahlt. Mit einem Netto-Jahreseinkommen von sechs Millionen Euro sind die Top-Verdiener der Serie A Gianluigi Buffon, Daniele De Rossi und Wesley Sneijder.

Guter Trainer, hohes Gehalt?

Die Riege der Trainer wird auch nicht schlecht entlohnt. Demnach ist Antonio Conte von Juventus Turin (3 Millionen) der Großverdiener unter den Coaches der Liga. Aber auch Neapels Walter Mazzarri (2,5) und Milan-Coach Massimiliano Allegri (2,4) werden für ihre Arbeit „anständig“ entschädigt. Pescaras Trainer Giovanni Stroppa bekommt mit 300.000 Euro das bescheidenste Gehalt.

SERIE A
2012/13
DER ZWEITE SPIELTAG
Ergebnis
Torino - Pescara
3:0
FC Bologna - AC Milan
1:3
Udinese Calcio - Juventus
1:4
Cagliari Calcio - Atalanta
1:1
Catania Calcio - Genoa
3:2
Inter Mailand - AS Roma
1:3
Lazio Rom - US Palermo
3:0
Napoli - Fiorentina
2:1
FC Parma - Chievo Verona
2:0
Sampdoria - Siena
2:1

Aufsteiger mit „Mini-Etat“

Im Tabellenkeller verhält es sich entgegengesetzt. Die Clubs müssen mit nur wenig Kapital haushalten. Beim Aufsteiger Pescara erhielten die „besten“ Spieler dagegen 400.000 Euro pro Jahr. Der Aufsteiger ist der sparsamste Verein der Serie A, mit einem Gesamtetat von rund zehn Millionen Euro. Laut der größten Sporttageszeitung Italiens überschreiten Cagliari und Chievo (15,9), Catania (18) sowie Siena (18,9) nicht die 20-Millionen-Euro-Grenze.

Mailänder als Vorbild?

Im Vergleich zur Vorsaison hat die Serie A aber tatsächlich die Ausgaben gekürzt. Im Vorjahr gab man mit 1,1 Milliarden Euro noch mehr für die Spieler aus, in der laufenden Spielzeit zahlt man nur noch 1,039 Milliarden Euro für Gehälter. Dieser Rückgang ist vor allem auf die Reduzierung der Kosten der beiden Mailänder Clubs zurückzuführen. Denn Milan spart etwa 60 und Inter 40 Millionen Euro ein. Dies ist mit den Transfers in Verbindung zubringen, denn beide Vereine haben einige Topverdiener in diesem Sommer ziehen lassen.

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