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Dem Präsidenten des Vereins platzte vor Wut fast der Kragen, nachdem der Einspruch des Trainers gegen die Sperre abgewiesen wurde. Er fordert Reformen im Rechtssystem des Landes.

Turin. Juventus Turins Präsident Andrea Agnelli hat sich mit scharfen Worten an die italienische Justiz gewandt, nachdem die zehnmonatige Sperre für Trainer Antonio Conte auch vom Sportgericht des nationalen Verbandes bestätigt wurde. Als Coach des AC Siena soll Conte 2011 von Spielmanipulationen gewusst, diese jedoch nicht gemeldet haben.

Verein und Trainer hatten Einspruch gegen die Entscheidung eingelegt, doch dieser wurde am Mittwoch abgelehnt.

Keine Gerechtigkeit

Somit bleibt Conte bis zum Ende der Saison 2012/13 gesperrt. Die Geschehnisse bringen Agnelli in Rage: „Über viele Monate habe ich die Situation mit Unglauben verfolgt, begleitet von einer wachsenden Verwunderung bezüglich der Sportgerichtbarkeit, die sich wie eine Hexenjagd zusammenstellt“, erklärte der Präsident auf der offiziellen Vereinshomepage. „Die Bestätigung des Urteils-Spruch wird der Wahrheit und der Gerechtigkeit nicht gerecht. Über Monate habe ich auf Mitglieder der betroffenen Rechtsinstitutionen zugehört und andere Berater in diesem Feld haben mir gesagt, dem Sportgericht zu vertrauen.“

Conte bleibt Trainer

Dieses Vertrauen sei stark erschüttert. „Nun ist es ein System, dass in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen und Strafen zu fällen ganz ohne Beweis. Es ist ein System, dass die Einlegung eines Einspruchs leicht zulässt, doch sie dann ohne Grund ablehnt“. Antonio Conte und der ebenfalls angeklagte Co-Trainer Angelo Alessio erhielten die volle Unterstützung des Vereins. „Das System braucht meiner Meinung nach eine große, strukturelle Reform. Antonio Conte, wie ich bereits mehrfach gesagt habe, ist und wird Trainer von Juventus bleiben.“

EURE MEINUNG: Ist das Urteil gerecht?
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